BMM 2009/10 - 1. Mannschaft, 1. Runde am 11.10.2009SV Berolina Mitte 5,0 : 3,0 Rotation Pankow 3 101 Martin Gebigke 2174 1 : 0 301 Dr. Wilfried Stiemerling 2098 102 Wolfgang Vandré 2089 1 : 0 302 Guido Meyer 2079 103 Thomas Hämmerlein 2103 ˝ : ˝ 303 Hartmut Schulz 1997 104 Thilo Keskowski 2071 ˝ : ˝ 304 Lothar Kollberg 2063 105 Yosip Shapiro 1997 ˝ : ˝ 305 Hendrik Schmedes 2041 106 Stefan Hölz 1997 ˝ : ˝ 306 Norman Daum 2056 107 Dietmar Poppner 1929 0 : 1 307 Peter Labahn 2005 108 Frank Hoppe 1969 1 : 0 309 Jörg Dengel 1978 von Frank Hoppe Beim Saisonauftakt vor drei Jahren trafen wir zuletzt auf die dritte Mannschaft aus Pankow. Der Wettkampf damals ist uns auch heute noch in guter Erinnerung. Uns fehlten die besten drei Spieler: Vandré, Keskowski und Hämmerlein. Und das ausgerechnet in einem möglicherweise vorentscheidenden Spiel um den Aufstieg (in Runde 1!). Von den drei Genannten stand Thilo Keskowski zumindest auf dem Spielformular. Leider kam er erst ein paar Minuten nach Ablauf der Karenzzeit. Die 3:5-Niederlage war am Ende unser einziger Punktverlust. Es reichte trotzdem nicht für den Landesligaaufstieg. Pankow gab zwar noch zwei Mannschaftspunkte ab, punktete aber an den Brettern besser und sammelte dort noch drei weitere Zähler mehr als wir. In Martin Gebigke's Portfolio kam dieser Wettkampf nicht vor. Er spielte damals bei Zugzwang. Martin erinnerte sich aber dafür an das Achtfach-Remis in der letzten Runde der Stadtliga B 2001/02. Rotation 3 hatte uns ein 4:4 angeboten und Martin war der Einzige, der spielen wollte. So wurde gespielt und ich war als einer der Ersten fertig: Christian Düster mit einem Mehrbauern zum Remis "gezwungen". Nach meiner Partie verließ ich den Ort des Geschehens und war überrascht, später im Internet acht Remis vorzufinden. Nicht ganz so einprägsam wird uns der Wettkampf vom 11. Oktober 2009 in Erinnerung bleiben. Wir gewannen zwar 5:3, aber das war schon eher eine Pflichtaufgabe im Duell zweier Aufstiegsaspiranten.
Zurück zu unserem 5:3 vom Sonntag. Mit den beiden Neuzugängen Yosip Shapiro (von SW Neukölln) und Stefan Hölz (2. Mannschaft) und in Bestbesetzung gingen wir zuversichtlich in die Begegnung. Thilo Keskowski war als Erster fertig. Nach 14 Zügen bot der ehemalige zweifache Bezirksmeister Lothar Kollberg Remis, womit Thilo sicher sehr zufrieden war. Die Schlußstellung zeigt eher leichten Vorteil für "Lotte". Martin nennt in seinem Bericht Lothar einen Lehrmeister von Thilo. Die Information war mir neu. Ich empfinde Lothar auch so als eine Art Lehrmeister. Ich war 13 oder 14 Jahre alt und unsere Mathelehrerin hatte in unserer Schule in Hönow ein Simultanschach organisiert. Simultangeber war der damals amtierende Berliner Bezirksmeister Lothar Kollberg, ein Verwandter unserer Lehrerin. Die beiden Partien gegen "Lotte" damals waren grausam. Ich war damals in noch keinem Verein. Wie Martin schon schrieb, spiele ich meine Züge im Minutentakt. Am Sonntag war ich etwas langsamer: 31 Minuten für 22 Züge. Mein Gegner verbrauchte dagegen fast seine kompletten zwei Stunden und hätte eigentlich schon nach meinem 18. Zug aufgeben können. Sein Material dezimierte sich danach mit fast jedem Zug, ohne das ich Zugeständnisse machen mußte.
Wir führten nach zweieinhalb Stunden 2:1 (Thomas Hämmerlein spielte Remis) und die laufenden Partien sahen - bis auf die von Dietmar Poppner - günstig für uns aus. Dietmar äußerte mir gegenüber noch während seiner Partie, das dies sein letzter Einsatz für Berolina (in der BMM) sein wird. Er fühlt sich gesundheitlich nicht, sprach von einer Lebensmittelvergiftung und möchte im Schach etwas kürzer treten.
Als mir Martin mitteilte, das er von Wilfried Stiemerling ein Remisangebot bekommen hat, sagte ich ihm, das er annehmen könne. Stefan und Wolfgang hatten eine Figur mehr, Yosip stand auch gut aber remisverdächtig, Poppi auf Verlust - also 5:3. Martin spielte aber weiter und gewann sogar - durch einen Turmeinsteller! Meine Vorhersage traf bis auf die von Stefan ein. Er wußte mit seiner Mehrfigur nichts anzufangen, spielte mit dem Mehrmaterial sogar schwächer als vorher: Remis. In Runde 2 müssen wir zum Staffelfavoriten BSC Rehberge, der sich nach vielen Jahren Landesliga und Oberliga plötzlich in der Stadtliga wiederfindet. Und das trotz IM Panagiotis Cladouras an Brett 1! Rehberge hat auch gleich mit einem 6:2 bei Hertha/Lavandevil die Tabellenführung übernommen.
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