BMM 2009/10 - 1. Mannschaft, 7. Runde am 21.02.2010von Frank Hoppe SV Berolina Mitte 6,0 : 2,0 SC Weisse Dame 3 101 Martin Gebigke 2142 + : - 301 Jens Bühner 2061 103 Thomas Hämmerlein 2104 1 : 0 304 Colin Costello 1913 104 Thilo Keskowski 2044 ½ : ½ 308 Wiktor Pronobis 1884 105 Yosip Shapiro 2003 1 : 0 310 Guido Weyers 1824 106 Stefan Hölz 1997 ½ : ½ 311 Thomas Kögler 1906 107 Dietmar Poppner 1934 1 : 0 312 Dr. Akbar Nuristani 1678 108 Frank Hoppe 1954 1 : 0 409 Heinz Lüning 1761 210 Joachim Klemp 2031 0 : 1 414 Jörg Mehringer 1757 Pl. Mannschaft Sp MP BP 1. BSC Rehberge 1945 7 14 42,0 2. SV Berolina Mitte 7 12 36,0 3. Rotation Pankow 3 7 10 30,0 4. SC Weisse Dame 3 7 8 32,0 5. SW Lichtenrade/ Neukölln 7 6 28,5 6. SC Friesen Lichtenberg 3 7 6 25,5 7. BSG 1827 Eckbauer 7 6 24,0 7. Hertha / Lavandevil 7 6 24,0 9. SC Kreuzberg 4 7 2 19,5 10. SG Lasker Steglitz Wilmersdorf 2 7 0 18,5
Das Saisonziel Landesliga ist längst abgehakt. Zu souverän marschierte bisher der BSC Rehberge. Die Entscheidung fiel bereits in Runde 2 als wir an der Afrikanischen Straße 2½:5½ unterlagen. Rehberge hat 14:0 Punkte und wir schleppen die damalige Schmach mit uns rum - 12:2 Punkte. Am 21. Februar galt unser Augenmerk aber erst einmal Weisse Dame 3. Vom Durchschnitt des Stammachters her zählten die Charlottenburger zu den Mannschaften, die auf den Plätzen 2 bis 5 einkommen könnten. Platz 3 nach sechs Runden war dann aber doch eine Überraschung. Weisse Dame spielte nie mit dem Stamm. Zwei Leistungsträger, Jan Bendzulla und Alexander Jugow, fehlten immer. Deshalb saßen häufig Spieler der nachfolgenden Mannschaft am Brett.
Martin Gebigke konnte sich gleich auf einen Ruhetag einstellen. Sein Gegner Jens Bühner würde nicht kommen und so bot sich Martin an, ein paar Fotos mit meiner Kamera zu machen. Vielleicht hätte ich vorher die Ausschaltzeit von zwei Minuten hochsetzen sollen. Beim Ausschalten surrte leise das Objektiv in seine Normalposition zurück, was Martin öfters zum fluchtartigen Verlassen des Spielraumes inspirierte. Seine Flucht erzeugte mehr Lärm als das kaum hörbare Ausschaltgeräusch der Kamera.
An allen Brettern waren wir teils deutlich favorisiert. Nur der erfahrene Thomas Kögler kam unserem Stefan Hölz DWZ-mäßig etwas nahe. Diese Partie ging dann aiuch Remis aus. Die Schlußstellung läßt vermuten, das beide Spieler Angst hatten, weiterzuspielen. In den zahlreichen Analysen hatte Weiß (Kögler) die besseren Chancen. Faustpfand war dabei die "Autobahn" am Damenflügel. Die war sogar dreispurig: weiße Freibauern auf a4, b3 und c5. Da rutscht einem als Nachziehender schon mal das Herz in die Hose. Das Martin aber überhaupt erst einmal über einen Höchstsieg nachdenken durfte, hatte er Thomas Hämmerlein und Dietmar Poppner zu verdanken. Thomas erschien acht Minuten nach Beginn und wunderte sich, nicht an Brett 3 spielen zu können. Daran "schuld" war Wolfgang Vandré, der zum dritten Mal hintereinander ein Punktspiel absagen mußte.
Nach zweieinhalb Stunden hatten wir eine beruhigende Führung von 3:0. Martin gewann kampflos. Yosip Shapiro stellte einen Bauern ein, sein Gegner später einen Turm. Ich ließ meinen Gegner an meinem schnellen Spiel verzweifeln. Das Heinz Lüning Raucher ist, stellte ich erst nach Partieende fest, als er frierend draußen stand und eine Zigarette inhalierte. Zweieinhalb Stunden hatte ich ihn zuvor ans Brett genagelt. Ständig war er am Zug, da ich kaum länger als eine Minute "nachdachte". Zum Schluß überschritt er die Zeit, wohl auch um endlich den Nikotintank auffüllen zu können. Die Stellung war ohnehin verloren. Nach dem Remis von Stefan Hölz besorgte Thomas Hämmerlein den Mannschaftssieg. Colin Costello konnte dem soliden Spiel von Thomas nichts entgegensetzen. Erst wurden am Damenflügel Läufer und Dame zu Statisten degradiert, dann holte sich Thomas auch noch die Qualität ab: 4½:½.
Die noch laufenden drei Partien ließen für uns noch höchstens ein bis eineinhalb Punkte erwarten. P.S. Übrigens sind unsere acht Stammspieler seit der Rehberge-Pleite in Runde 2 ungeschlagen. Es wäre sehr erfreulich, wenn das bis zum Saisonende so bleiben würde. Autoreninfo
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Frank Hoppe,