BMM 2009/10 - 1. Mannschaft, 8. Runde am 14.03.2010von Frank Hoppe Hertha/Lavandevil 4,0 : 4,0 SV Berolina Mitte 101 Wolfgang Stark 2049 ½ : ½ 102 Wolfgang Vandré 2078 102 Jan-Daniel Wierzbicki 1955 1 : 0 104 Thilo Keskowski 2044 103 Dieter Warken 1978 0 : 1 105 Yosip Shapiro 2003 104 Ferenc Toth 1969 1 : 0 106 Stefan Hölz 1997 105 Peter Hoffmann 1908 ½ : ½ 107 Dietmar Poppner 1934 107 Wolfram Inngauer 1836 ½ : ½ 108 Frank Hoppe 1954 108 Robert Schreck 1936 ½ : ½ 206 Michael Schilke 1907 207 Klaus Fleischmann 1875 0 : 1 210 Joachim Klemp 2031 Pl. Mannschaft Sp MP BP 1. BSC Rehberge 1945 8 16 47,5 2. SV Berolina Mitte 8 13 40,0 3. Rotation Pankow 3 8 12 36,0 4. SC Weisse Dame 3 8 8 34,0 5. SW Lichtenrade/ Neukölln 8 8 33,0 6. SC Friesen Lichtenberg 3 8 8 31,0 7. Hertha / Lavandevil 8 7 28,0 8. BSG 1827 Eckbauer 8 6 27,5 9. SC Kreuzberg 4 8 2 22,0 10. SG Lasker Steglitz Wilmersdorf 2 8 0 21,0
In der vorletzten Runde mußten wir auf Martin Gebigke (spielt bei der Europameisterschaft in Rijeka mit) und Thomas Hämmerlein verzichten. Für die beiden rückten Joachim Klemp und erstmals Michael Schilke ins Team. Spielort war das Restaurant "Lavandevil" am Richard-Wagner-Platz, Heimstatt des SC Lavandevil Charlottenburg. Dieser entstand 1995 aus einer Spaltung des SC Schwarzer Springer Schmargendorf. Das Faible für kleine Spielräume haben die Abtrünningen wohl von Harald Hübner übernommen, denn die hinteren Räume des Restaurants sind ähnlich eng wie die Kellerräume im Hübner-Haus beim Schwarzen Springer. Nach rund einer dreiviertel Stunde bot ich meinem Gegner Remis an. Der verließ daraufhin das Brett, um sich kurze Zeit später wieder reinzuzwängen und mein Angebot anzunehmen. Michael Schilke konnte dadurch mit seinem Brett auf meinen Platz weiterrücken und auch Stefan Hölz hatte endlich Bewegungsfreiheit. Michael kommentierte das gegenüber mir und Wolfgang Vandré als "Raumgewinn".
Ein paar Minuten nach Ende meiner Partie meldete auch Yosip Shapiro Vollzug: sechster Sieg in Folge. Bravo! Als mich Michael Schilke mit einem Remisangebot seines Gegners konfrontierte, sahen die Stellungen schon nicht mehr so rosig aus. Von Poppis Gewinnstellung war weit und breit nichts zu sehen und Stefan Hölz stand mit einer Qualität weniger am Rande des Abgrunds. Nach einem Blick auf Michaels Stellung war ich auch nicht schlauer. Ich sagte ihm, das ich wahrscheinlich Remis annehmen würde. Michael spielte weiter. Als Poppi draußen rauchen ging, sprach ich ihn auf seine Fata Morgana an. Jetzt war er schon etwas kleinlauter, sprach nur noch von der Anhäufung kleiner Vorteile.
Die Partien von Poppi und Michael verflachten später zum Remis und es stand 2½:1½ für uns. Klempi erhöhte dann zum 3½:1½, wobei er an einer Stelle beinahe die Partie verloren hätte. Glücklicherweise packte sein Gegner die Gewinnmöglichkeit nicht beim Schopfe. Die Bretter 1, 2 und 4 liefen noch. Wolfgang Vandré und Thilo Keskowski standen ausgeglichen und Stefan stemmte sich mit dem Minusmaterial tapfer gegen die drohende Niederlage. Ein knapper Sieg schien möglich - bis Thilo seinen Springer gegen einen durchgelaufenen Bauern opfern mußte. Ein 4:4 bahnte sich an. Thilo unterlag und Wolfgang mußte seine Gewinnversuche im Turmendspiel mit Mehrbauern begraben. Stefan spielte als Letzter und hatte nach stundenlanger Quälerei immer noch eine Verluststellung auf dem Brett. Kurz vor Ultimo wendete sich aber das Blatt. Stefan hatte eine Remisabwicklung gefunden, war aber in dem irrigen Glauben, er könnte sogar auf Gewinn spielen. In der entscheidenden Stellung spielte er a tempo den falschen von zwei Zügen. Der andere Zug hätte das Remis besiegelt - und uns einen Mannschaftssieg beschert.
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Frank Hoppe,