Andreas Volkmer wieder der Beste im Schnellschach

Andreas Volkmer
Frank Hoppe
Andreas Volkmer

Nach langer Pause fand gestern wieder ein Schachturnier im "en passant" in der Schönhauser Allee 58/Ecke Gneiststraße statt. Aufgrund der durch die Corona-Pandemie geltenden Hygieneregeln spielten wir mit dem vom Caféinhaber besorgten bzw. produzierten Plastikschutzwänden. Immerhin zehn Spieler fanden sich bis kurz nach 19 Uhr zum Turnier ein, darunter ein Gast aus den USA.
Traditionell sind bei uns immer sehr viele der Spitzenspieler aktiv. Diesmal waren es allein fünf aus der aktuellen Vereinstop-10, dazu mit Uwe Sabrowski (Nr. 12) und dem Berichterstatter (Nr. 14) noch weitere Spieler aus der 1. Mannschaft. Sechs dieser sieben Spieler lieferten sich ein Hauen und Stechen um den Turniersieg. Vor der letzten Runde lag Georg Richter noch mit einem halben Punkt vor vier punktgleichen Verfolgern. Alle überholten ihn noch! Und Andreas Volkmer hatte von diesem Quartett die beste Feinwertung.

Pl. Teilnehmer DWZ Verein/Ort S R V Pkt. Buch
1. Andreas Volkmer 2117 SV Berolina Mitte 4 2 1 5,0 26,5
2. Uwe Sabrowski 1958 SV Berolina Mitte 4 2 1 5,0 25,0
3. Marco Miersch 2119 SV Berolina Mitte 4 2 1 5,0 22,5
4. Frank Hoppe 1915 SV Berolina Mitte 5 0 2 5,0 20,0
5. Georg Richter 2090 SV Berolina Mitte 4 1 2 4,5 29,0
6. Wolfgang Vandré 2038 SV Berolina Mitte 4 1 2 4,5 26,0
7. Peter Müller 2008 SV Berolina Mitte 2 1 4 2,5 23,0
8. Bernd Hiller 1753 SV Berolina Mitte 1 2 4 2,0 23,5
9. Chen Long - USA 1 1 5 1,5 24,0
10. Joachim Stock 1607 SV Berolina Mitte 0 0 7 0,0 25,5
Pl. Teilnehmer DWZ Pkt. Buch 1 2 3 4 5 6 7
1. Andreas Volkmer 2117 5,0 26,5 4s1 2w½ 3s0 6s½ 10w1 5w1 7s1
2. Uwe Sabrowski 1958 5,0 25,0 9w1 1s½ 7w1 5w0 6s1 3s½ 8s1
3. Marco Miersch 2119 5,0 22,5 6w0 9s1 1w1 8s1 5s½ 2w½ 10w1
4. Frank Hoppe 1915 5,0 20,0 1w0 6s0 8w1 10s1 7w1 9s1 5s1
5. Georg Richter 2090 4,5 29,0 8w1 7s1 6w1 2s1 3w½ 1s0 4w0
6. Wolfgang Vandré 2038 4,5 26,0 3s1 4w1 5s0 1w½ 2w0 10s1 9w1
7. Peter Müller 2008 2,5 23,0 10s1 5w0 2s0 9w1 4s0 8w½ 1w0
8. Bernd Hiller 1753 2,0 23,5 5s0 10w1 4s0 3w0 9s½ 7s½ 2w0
9. Chen Long - 1,5 24,0 2s0 3w0 10s1 7s0 8w½ 4w0 6s0
10. Joachim Stock 1607 0,0 25,5 7w0 8s0 9w0 4w0 1s0 6w0 3s0
Pl. Teilnehmer DWZ Pkt. Buch 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0
1. Andreas Volkmer 2117 5,0 26,5 x ½ 0 1 1 ½ 1 1
2. Uwe Sabrowski 1958 5,0 25,0 ½ x ½ 0 1 1 1 1
3. Marco Miersch 2119 5,0 22,5 1 ½ x ½ 0 1 1 1
4. Frank Hoppe 1915 5,0 20,0 0 x 1 0 1 1 1 1
5. Georg Richter 2090 4,5 29,0 0 1 ½ 0 x 1 1 1
6. Wolfgang Vandré 2038 4,5 26,0 ½ 0 1 1 0 x 1 1
7. Peter Müller 2008 2,5 23,0 0 0 0 0 x ½ 1 1
8. Bernd Hiller 1753 2,0 23,5 0 0 0 0 ½ x ½ 1
9. Chen Long - 1,5 24,0 0 0 0 0 0 ½ x 1
10. Joachim Stock 1607 0,0 25,5 0 0 0 0 0 0 0 x

Gespielt wurde mit 10 Minuten Bedenkzeit pro Partie und ohne Inkrement.

Entscheidung in der letzten Runde

Vor der letzten Runde hatte Georg Richter mit 4½ Punkten einen halben Punkt Vorsprung vor der Konkurrenz. In der vorletzten Runde hatte Andreas Volkmer den Siegeszug des bis dahin souveränen Georg gestoppt. Nun hatte er noch Weiß gegen den deutlich schwächer einzuschätzenden Berichterstatter. Es sah alles nach einem Turniersieg für ihn aus. Uwe Sabrowski, Andreas Volkmer, Marco Miersch und sein letzter Gegner saßen ihm mit 4 Punkten noch im Nacken. Wolfgang Vandré hatte mit 3½ Punkten nur noch geringe Chancen vorn einzugreifen.

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B21

Die Niederlage gegen mich frustrierte Georg sehr, vermutete er doch das ich mit unfairen Mitteln zum Sieg gekommen bin. In der Stellung als ich die Berührt-geführt-Regel vermeintlich verletzte, stand er aber schon auf -7 laut Stockfish. Was war passiert?

Mit meinem 30. Zug wollte ich die Damen tauschen, also Df7xDc7 spielen. Also nahm ich die Dc7 vom Brett und griff danach zu meinem danebenstehenden Td8. Meinen Irrtum bemerkend, stellte ich den Turm wieder ab und meine Df7 nach c7. Daraufhin reklamierte Georg Berührt-geführt. Ich war mir sicher, zuerst seine Dc7 angefaßt zu haben, wurde aber bis zum Ende der Partie immer unsicherer und gab Georg am Ende recht. Doch zum Glück gibt es eine Videoaufzeichnung (von mir) - einmal komplett vom 30. Zug bis zum Ende und einmal nur der 30.Zug:

Frank Hoppe

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Kommentare

Kommentar von Olaf Kreuchauf |

@Frank: Etwas Derartiges ist mir selbst mal bei der BMM passiert. Ich hatte in der Stellung Sb3 und Sc3 nebeneinander, wollte mittels Sc3xd5 schlagen. Es war so ähnlich wie bei dir: Ich nahm die zu schlagende Figur auf und nahm dann den Sb3 in die Hand. Mein damaliger Gegner reklamierte ebenfalls. Und mich hatte gerettet, dass ich den zuallererst gegnerischen Sd5 in die Hand genommen hatte, da das angefangene Schlagen zu Ende geführt werden muss bzw. darf.

Kommentar von Olaf Kreuchauf |

@Frank: Etwas Derartiges ist mir selbst mal bei der BMM passiert. Ich hatte in der Stellung Sb3 und Sc3 nebeneinander, wollte mittels Sc3xd5 schlagen. Es war so ähnlich wie bei dir: Ich nahm die zu schlagende Figur auf und nahm dann den Sb3 in die Hand. Mein damaliger Gegner reklamierte ebenfalls. Und mich hatte gerettet, dass ich zuallererst den gegnerischen Sd5 in die Hand genommen hatte, da das angefangene Schlagen zu Ende geführt werden muss bzw. darf.

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