BMM 2018/19 - 4. Runde - Höchste Klatsche seit Menschengedenken

BMM 2018/19 - 4. Runde - Höchste Klatsche seit Menschengedenken

Bretter 2 bis 4 - fertig. Nur Thilo an Brett 1 spielt noch.
Frank Hoppe
Bretter 2 bis 4 - fertig. Nur Thilo an Brett 1 spielt noch.

Die Überschrift stand schon fest, als ich mich auf die Recherche in unser Archiv begab, um ein 0:8 von der 1. Mannschaft zu finden. Fehlanzeige! Am 9. Dezember feierten wir im Ausweichlokal der Schachfreunde Berlin unsere Premiere mit dieser Höchststrafe. Damit haben die Träume vom Klassenerhalt in der Landesliga einen deutlichen Dämpfer bekommen. Das Liga-Orakel prophezeit inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,1%, das wir uns aus der höchsten Berliner Spielklasse verabschieden. Dabei sind noch 5 Runden zu spielen, wo wir 10 Mannschaftspunkte holen können...

1. Mannschaft - Landesliga

Br. SF Berlin 1903 4 DWZ 8,0:0,0 SV Berolina Mitte DWZ
1 IM Lars Thiede 2380 1:0 Thilo Keskowski 2152
2 FM Johannes Florstedt 2314 1:0 Andreas Volkmer 2089
3 FM Siegfried Weber 2223 1:0 Katja Sommaro 2027
4 Stephan Kaphle 2074 1:0 Wolfgang Vandré 1995
5 Martin Galbraith 2005 1:0 Stefan Hölz 1984
6 Thorben Lindhauer 1965 1:0 Peter Müller 1957
7 Jens Kutschke 1940 1:0 Frank Hoppe 1951
8 Abdelkerim Krichi 2079 1:0 Manfred Wolf 1891

Am 24. November erreichte uns von Rainer Polzin eine E-Mail, daß das Spiellokal in der Bülowstr. 94 wegen Wasserschadens nicht komplett zur Verfügung nicht. Davon betroffen waren die Begegnungen Schachfreunde Berlin 4 - Berolina Mitte 1, Schachfreunde Berlin 5 - SF Friedrichshagen und Schachfreunde Berlin 7 - SV Turbine Berlin. Neuer Austragungsort war die Seniorenfreizeitstätte in der Tempelhofer Holzmannstr. 18. Polzin: "Ein schönes Spiellokal, aber etwas schwerer zu erreichen als die Bülowstraße."

Mit "schön" hatte Rainer nicht untertrieben. So ein Spiellokal wünscht sich jeder Verein. Der große Saal bot genügend Platz für die drei Wettkämpfe und die Beleuchtung war optimal - auch zum Fotografieren. Als ich mit Katja eintraf, war Lars Thiede mit einigen anderen Helfern beim Vorbereiten der Tische und des Spielmaterials. Ich flaxte zu Lars "Du bist doch hoffentlich nur zum Aufbauen hier!?" - "Mal sehen" zwinkerte er zurück. Letztendlich bekam es Thilo mit dem Internationalen Meister zu tun.
Die Beiden spielten als Letzte in unserem Wettkampf. Da waren die beiden Tischreihen mit den Wettkämpfen der unteren Ligen noch fast voll besetzt. Bei den vergleichsweise längeren Spielzeiten in der Landesliga ungewöhnlich.

Stefan war bei uns als Erster fertig. Da mußte etwas Außergewöhnliches passiert sein, denn kurz zuvor sah die Stellung noch remisig aus. Was passiert ist, könnt ihr ja nachspielen.

Meine Partie stand zwar materiell sehr lange gleich, doch mein Gegner hatte immer die Initiative. Bei der Abwicklung in das Endspiel mit gegenseitigem Damenopfer muß ich wohl etwas falsch gemacht haben. Aber eigentlich lief die Eröffnung schon nicht besonders. Hier leide ich unter mangelnden Theoriekenntnissen, die ich im praktischen Spiel nicht mehr wettmachen kann.
Von den beiden Brettern neben mir, blieb mir besonders Manfred in Erinnerung. Der löste seinen schwächelnden Bauern d6 durch Opfer auf, gab danach gleich noch einen Bauern und hatte nach dem zwangsläufigen Verlust des dritten Bauern bald keine Lust mehr. Eine Initiative oder gar Gegenspiel war bei seinem Doppelopfer nie so richtig zu sehen. Es sah eher wie Verzweiflung aus.

Die Bretter 5 bis 8 waren leergeräumt und die vier Schachfreunde-Könige standen als Zeichen des Sieges in der Brettmitte. Doch auch die Bretter 2 bis 4 waren schon beendet und auch hier hatte der Schachfreunde-König dieselbe Position eingenommen. Nur Thilo spielte noch und wehrte sich mit Leibeskräften gegen die Komplettvernichtung. Doch auch er rannte seit dem frühen Mittelspiel einem Bauern hinterher.

Frank Hoppe

Die höchsten Niederlagen der Vereinsgeschichte

Saison
Runde
Liga Ergebnis Gegner Unsere Aufstellung
1999/00
4. Runde
Landesliga ½:7½ SC Weisse Dame 1 M. Gebigke, Schönfeld, Vandré, Hoppe, Al. Barwich, Knybba (½), Klemp, Halama
2002/03
8. Runde
Stadtliga B ½:7½ SC Kreuzberg 4 Vandré, M. Gebigke, Al. Barwich, Schönfeld, Klemp, Offermann, Hoppe, Knybba (½)
1985/86
3. Runde
Bezirksliga 1:7 BSG Empor HO 2
(mit GM Tschechow und MA Meißner)
Klemp, P. Wünsche, H. Reiche, Knybba, T. Wünsche, Stein (½), A. Reiche (½), We. Windmüller
1985/86
5. Runde
Bezirksliga 1:7 Rotation Berlin 4 Klemp (½), P. Wünsche, T. Wünsche, Stein, A. Reiche, Branstner, We. Windmüller (½), Wolff
1985/86
6. Runde
Bezirksliga 1:7 Dynamo Hohenschönhausen 1 Klemp (½), P. Wünsche, H. Reiche, Knybba (½), T. Wünsche, Stein, A. Reiche, We. Windmüller
2000/01
3. Runde
Landesliga 1:7 Chemie Weißensee 1
(mit IM Möhring)
M. Gebigke, Hämmerlein (1), Schönfeld, Vandré, Hoppe, Al. Barwich, Knybba, Klemp
2017/18
5. Runde
Landesliga 1:7 Schachfreunde Berlin 3 Keskowski, R. Boewer, Volkmer, Miersch, Hämmerlein, Vandré (1), Hölz, P. Müller

Beim Wettkampf 2000/01 gegen Chemie Weißensee gewannen auf Seiten der Gegner Thilo Keskowski (gegen Schönfeld) und Henry Reiche (gegen Klemp). 1985/86 gegen Dynamo Hohenschönhausen spielte unser Manfred Wolf noch für Dynamo und gewann gegen Peter Wünsche.

Spektakulär war die Revanche 2000/01 in der Landesliga gegen Weisse Dame 1: Nach dem ½:7½ auswärts ein Jahr zuvor, fegten wir die "Damen" vor "heimischer Kulisse" mit 7½:½ weg! Beide Mannschaften traten mit fast identischen Aufstellungen an. Weisse Dame schrammte knapp an der Höchststrafe vorbei, denn Martin Gebigke stand gegen Waldmann auf Gewinn und erreichte nur ein Remis. Mit 4:0 Punkten standen wir danach an der Spitze der Tabelle. Am Ende stiegen wir mit 5:13 Punkten ab, wobei Weisse Dame 2 für die erste Mannschaft Rache nahm.

Frank Hoppe

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D32
Pl. Mannschaft MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1. Rotation Pankow 2 7:1 20,5 x 6,0 4,0 6,0 4,5
2. SC Zitadelle Spandau 1977 7:1 19,5 x 5,5 4,0 4,5 5,5
3. SK König Tegel 1949 3 5:3 15,5 2,5 x 4,5 4,5 4,0
4. SC Kreuzberg 2 4:4 17,0 2,0 3,5 x 6,5 5,0
5. SK Zehlendorf 2 (N) 4:4 16,0 4,0 3,5 x 4,5 4,0
6. SV Mattnetz Berlin (N) 4:4 12,5 2,0 1,5 x 4,5 4,5
7. BSV 63 Chemie Weißensee 3:5 17,5 3,5 4,0 3,5 x 6,5
8. SC Friesen Lichtenberg 3:5 15,0 4,0 3,0 3,5 x 4,5
9. SF Berlin 1903 4 (N) 2:6 18,5 3,5 3,5 3,5 x 8,0
10. SV Berolina Mitte 1:7 8,0 2,5 4,0 1,5 0,0 x

2. Mannschaft - Klasse 1.4

Br. SC Kreuzberg 5 DWZ 4,0:4,0 SV Berolina Mitte 2 DWZ
1 Ronny Heldt 1911 -:+ Yosip Shapiro 1968
2 Yosime Flood 1768 ½:½ André Schüler 1784
3 Lukka Mayer 1710 1:0 Knut Mueller-Bülow 1828
4 Thi Hong Nhung Khuong 1828 ½:½ Robert Grätz 1819
5 Brigitte Große-Honebrink 1757 0:1 Michael Hirche 1768
6 Thomas von Wantoch-Rekowski 1796 1:0 Reinhard Weigelt 1738
7 Bernd Eckardt 1812 0:1 Arsen Drambyan 1704
8 Hans-Jürgen Körlin 1728 1:0 Siegfried Stein 1747
Pl. Mannschaft MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1. SC Zugzwang 95 2 8:0 22,0 x 4,5 6,5 6,0 5,0
2. SG Lichtenberg (A) 6:2 21,5 x 5,5 3,5 5,5 7,0
3. Rotation Berlin 6:2 20,0 x 2,5 6,0 5,5 6,0
4. SV Mattnetz Berlin 3 5:3 19,0 2,5 5,5 x 4,0 7,0
5. SV Berolina Mitte 2 3:5 15,5 3,5 4,5 x 4,0 3,5
6. SC Kreuzberg 5 3:5 15,0 1,5 4,0 x 6,5 3,0
7. SC Eintracht Berlin 3:5 14,0 2,5 2,0 4,0 x 5,5
8. SC Friesen Lichtenberg 3 (N) 3:5 12,5 4,5 1,5 2,5 x 4,0
9. SC Schwarz-Weiß Lichtenrade 2 (N) 2:6 10,5 2,0 2,5 1,0 5,0 x
10. Schwarz-Weiß Neukölln 1:7 10,0 3,0 1,0 2,0 4,0 x

3. Mannschaft - Klasse 1.1

Br. SV Berolina Mitte 3 DWZ 4,5:3,5 SF Siemensstadt DWZ
1 Uwe Sabrowski 1963 ½:½ Brian Heinze 1875
2 Henry Reiche 1868 1:0 Florian Suhre 1736
3 Wolfgang Fiedler 1823 0:1 Jean Steinberg 1659
4 Mario Janik 1840 1:0 Thomas Binder 1740
5 Joachim Klemp 1862 1:0 Leif Arndt 1649
6 Martin Windmüller 1758 1:0 Hans-Joachim Schilly 1669
7 Andreas Reiche 1890 0:1 Tim Rettig 1690
8 Marek Racik 1671 0:1 Daniel Lewin 1497

Erster Heimsieg der Revival-Truppe

Zur vierten Runde empfingen wir die Siemensstädter, die mit ihrem 8:0 in der ersten Runde schon einmal für den ersten Paukenschlag in dieser Staffel sorgten. Die nächsten beiden Runden blieb dann das erste Brett verwaist, was dann auch in Punktverlusten mündete. Wir waren also gewarnt und tatsächlich fanden sich acht Siemens-Spieler auch bei uns zum Wettkampf ein. Wir hatten leider nicht das Glück mit dem Stamm-Achter anzutreten da Siggi wieder einmal die zweite Mannschaft unterstützen musste. Dafür rückte Marek aus der vierten Mannschaft bei uns an das achte Brett.

Leider war für Wolfgang nach einem Fingerfehler schon nach gut 1½ Stunden Schluß und wir mussten erstmals einem Rückstand hinterherlaufen. Clevererweise gab es nach der Führung fünf Remisangebote der Siemensstädter die aber alle abschlägig beschieden wurden. In der Folge entwickelten sich einige Partien dann deutlich zu unseren Gunsten und Klempi machte mit seinen beiden hängenden Bauern dann auch als Erster den Ausgleich perfekt. Sein kopfschüttelnder Gegner saß nach Spielende noch eine gute Stunde an seinem Brett und verstand irgendwie die Welt nicht mehr. Für unseren Ersatzspieler war die Ablehnung des Remis dann wohl doch eine zu große Herausforderung und nach seinem Springeropfer auf e5 hatte sein Gegner dann immer wieder einen Pfeil mehr im Köcher und somit setzte sich dieser letztendlich doch durch. Trotzdem waren wir alle nach dem Spiel sehr angetan von der Ablehnung des Remisangebotes und der Erfolg wird sich auch schon einstellen. In der Zwischenzeit hatte MaWi mal wieder die kleine Taktikkeule herausgeholt und spielte mit zwei Figuren für einen Turm gegen den offenen König. Es dauerte auch nicht lange und das Pendel des Sieges neigte sich in dieser Partie zu Beros Gunsten. Auch der Lalla hatte sich eine Gewinnstellung erarbeitet und setzte diese diesmal auch gnadenlos um. Damit führten wir wieder mit einem Punkt und das sechste Remisangebot von der Gegenseite kam an Brett 1. In den Turm+Läufer - Turm+Springer-Endspiel sah ich dann aber keinen Gewinnweg und willigte als Einzigster in das Remis ein. Enne hatte sich eine schöne Angriffsstellung erarbeitet und es dauerte dann auch nicht mehr lange das sein Gegner den Angriffsbemühungen nichts mehr entgegensetzen konnte und zum Sieg gratulierte. Damit war der erste Heimsieg unter Dach und Fach und es spielte noch der Käpt'n. Mit der Zeitnot im Nacken verpasste Scotty dann auch den Sieg und musste sich im Damenendspiel leider geschlagen geben.

Mit dem Sieg sind wir jetzt auf Tuchfühlung zur Spitze und der Showdown wartet in der nächsten Runde dann wieder in der Bero-Feste gegen Chemie Weißensee.

Uwe Sabrowski

Pl. Mannschaft MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1. BSV 63 Chemie Weißensee 2 (A) 6:2 19,0 x 3,5 4,5 5,0 6,0
2. SV Berolina Mitte 3 6:2 17,5 x 5,0 4,0 4,5 4,0
3. SF Berlin 1903 6 (N) 5:3 17,5 x 2,0 6,0 4,0 5,5
4. SV Rot-Weiß Neuenhagen 5:3 16,5 4,5 3,0 x 4,0 5,0
5. SC Kreuzberg 7 4:4 17,5 3,5 6,0 x 2,5 5,5
6. SG Weißensee 49 4:4 16,5 3,0 4,0 4,0 x 5,5
7. SF Nord-Ost Berlin 2 4:4 15,0 2,0 5,5 2,5 x 5,0
8. SF Siemensstadt 3:5 18,5 3,5 4,0 3,0 x 8,0
9. SK König Tegel 1949 4 2:6 13,0 2,0 4,0 3,0 x 4,0
10. SC Zugzwang 95 4 (N) 1:7 9,0 2,5 2,5 0,0 4,0 x

4. Mannschaft - Klasse 2.1

Br. SG Eckturm DWZ 3,5:4,5 SV Berolina Mitte 4 DWZ
1 Franz Jakobi 1854 0:1 Gerd Schönfeld 1994
2 Axel Weigert 1640 ½:½ Thomas Müller 1809
3 Regine Braun 1808 1:0 Karl-Heinz Grünberg 1766
4 Klaus Krempelsetzer 1596 0:1 Francisco Gaspar 1704
5 Dr. Rolf Bartonek 1590 ½:½ Andreas Barwich 1758
6 Klaus Körting 1552 1:0 Jens Rennspieß 1709
7 Peter Stapelfeldt 1508 ½:½ Jonas Holger Schulze 1781
8 Robert Wilms 1888 -:+ Peter Lehe 1564

Mit diesem Sieg haben wir etwas überraschend Eckturm von der Tabellenspitze gestürzt. Vor allem aber haben wir uns Luft nach unten verschafft. Bei einer erneuten Niederlage hätten wir uns tatsächlich auf einen Abstiegsplatz wiedergefunden. Ich mag gar nicht dran denken, zumal der Sieg denkbar knapp ausging.

Bevor der Kampf losging, gab es eine Begrüßung der besonderen Art. Axel Weigert, der Schiedsrichter, begrüßte das alte Vereinsmitglied Jonas Holger Schulze und machte ganz nebenbei auf das Kuriosium aufmerksam, dass die Gestaltung der Partieformulare, die vor uns lagen, auf ihn zurückgeht. Der Kampf selbst begann für uns gut, wenn auch aus einem weniger guten Grund: Unser Neuzugang Peter Lehe, der sich so auf das Spiel gefreut hatte, hatte keinen Gegner, also 1:0 für uns. Wahrscheinlich war dieser kampflose Punkt spielentscheidend, denn der gemeldete Spieler Robert Wilms ist mit einer DWZ von 1888 gelistet! Jonas spielte gegen Peter Stapelfeldt remis und auch Thomas Müller kam am 2. Brett gegen Axel Weigert über ein Remis nicht hinaus. Ich selbst konnte mit meiner Stellung mit Mehrbauern zufrieden sein, aber bei Francisco sah ich nicht mehr als ein Remis und Gerd Schönfelds Partie hatte ich schon innerlich abgehakt. Kalle Grünberg wurde von seiner Gegnerin Regine Braun regelrecht zusammengeschoben und musste wenig später aufgeben. Deswegen forderte ich auch Andreas Barwich auf, das Remisangebot seines Gegners Rolf Bartonek abzulehnen und weiterzuspielen.

Dann kam alles ganz anders, als mir bei meinem Blick auf die noch laufenden Partien zusammengerechnet hatte. Francisco Gaspars Gegner Klaus Krempelsetzer stellte die Dame ein und gab sofort auf. Ich dagegen leistete mir gegen Klaus Körting, gegen den ich neulich erst beim Freundschaftskampf eine Gewinnstellung nicht verwerten konnte, einen krassen Fehler, der mich eine Figur kostete und nach dem ich jeglichen Widerstand einstellte. Nach ein paar Racheschachs musste ich aufgeben. Jetzt befürchtete ich schon das Schlimmste für uns, aber Gerd Schönfeld kippte die Partie, indem er seinen Gegner Franz Jacobi vor fast unlösbare Aufgaben wie im Problemschach stellte und sicherte uns damit zumindest das Unentschieden! Jetzt hätte ich Andreas eigentlich raten können, sofort Remis zu machen, aber er war in Zeitnot so in seine Partie vertieft, dass es mir unmöglich war ihm Zeichen zu geben. Als er die Zeitkontrolle schaffte, verpasste ich ihn leider. So musste ich noch ein paar bange Minuten leiden, als er versuchte, in einem Schwerfigurenendspiel zwei Mehrbauern zu verwerten. Aber sein Gegner verteidigte sich geschickt und bevor Andreas abermals in Zeitnot geraten konnte, machte er endlich Remis durch Dauerschach.

Beim nächsten Mal müssen wir wieder zum Tabellenführer, diesmal zu den Schachpinguinen.

Jens Rennspieß (im Forum)

Pl. Mannschaft MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1. Schachpinguine Berlin 6:2 20,5 x 3,5 5,0 6,5 5,5
2. SG Eckturm 6:2 18,5 4,5 x 3,5 5,5 5,0
3. SG Lasker Steglitz-Wilmersdorf 2 6:2 16,5 x 4,5 2,5 4,0 5,5
4. SV Berolina Mitte 4 (A) 4:4 18,0 4,5 3,5 x 3,5 6,5
5. SC Eintracht Berlin 2 4:4 17,5 5,5 x 2,5 3,5 6,0
6. SK Tempelhof 1931 2 4:4 15,0 3,0 2,5 4,5 x 5,0
7. SC Schwarz-Weiß Lichtenrade 3 4:4 14,5 3,0 1,5 5,5 x 4,5
8. SV Rot-Weiß Neuenhagen 2 (N) 4:4 14,0 1,5 3,0 4,5 x 5,0
9. SV Empor Berlin 5 (N) 2:6 12,0 2,5 2,0 3,0 x 4,5
10. SV Königsjäger Süd-West 4 0:8 12,5 2,5 3,0 3,5 3,5 x

5. Mannschaft - Klasse 2.3

Die 5. Mannschaft war spielfrei.

Pl. Mannschaft MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1. SF Nord-Ost Berlin 3 7:1 20,0 x 5,0 5,0 4,0 6,0
2. SV Königsjäger Süd-West 3 (A) 6:2 16,5 x 5,0 4,5 2,5 4,5
3. BSC Rehberge 1945 2 (A) 4:4 18,0 3,0 3,0 x 5,0 7,0
4. SC Rochade 2 4:4 17,5 3,0 3,5 x 4,5 6,5
5. SV Berolina Mitte 5 3:3 12,5 3,5 x 5,0 4,0
6. SC Kreuzberg 8 3:3 12,5 5,5 3,0 x 4,0
7. Spandauer SV 3:3 12,0 4,0 3,0 x 5,0
8. SVG Läufer Reinickendorf 2 2:6 13,5 2,0 3,5 4,0 4,0 x
9. SC Zugzwang 95 5 0:6 5,5 1,0 1,5 3,0 x

6. Mannschaft - Klasse 4 Mix

Br. SG Narva Berlin 3 DWZ 2,0:4,0 SV Berolina Mitte 6 DWZ
1 Jonatan Schenk 1643 ½:½ Frank Panse 1652
2 Dr. Manfred Heinrich 1134 ½:½ Werner Windmüller 1485
3 Gunar Maiwald 1200 0:1 Gerd Wolff 1415
4 Grigory Kornilov 881 1:0 Roland Sternberg 1295
5 Frieder Arms 1000 0:1 Stefan Blohm 1363
6 Jasper Maiwald 900 0:1 Mario Tops 1257
Pl. Mannschaft MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1. SK Tempelhof 1931 4 (A) 8:0 17,0 x 4,0 3,5 4,0 5,5
2. SV Berolina Mitte 6 (A) 8:0 16,5 x 4,0 3,5 5,0 4,0
3. SF Nord-Ost Berlin 5 5:3 16,5 x 2,0 3,0 6,0 5,5
4. SG Narva Berlin 3 5:3 14,5 2,0 4,0 x 3,0 5,5
5. SC Zugzwang 95 6 4:4 12,0 2,5 3,0 3,0 x 3,5
6. TSG Oberschöneweide 6 4:4 10,5 2,0 1,0 x 3,5 4,0
7. SG Lasker Steglitz-Wilmersdorf 4 3:5 12,5 2,5 2,5 x 3,0 4,5
8. SC Kreuzberg 10 2:6 9,5 2,5 0,0 2,0 x 5,0
9. TuS Makkabi Berlin 4 1:7 6,5 2,0 0,5 3,0 1,0 x
10. SC Schwarz-Weiß Lichtenrade 5 0:8 4,5 0,5 2,0 0,5 1,5 x

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Kommentare

Kommentar von Lalla |

...wer von euch Partien seiner Gegner im Netz finden möchte, gibt bei Google den Spielernamen in Anführungsstrichelchen und dahinter pgn ein (z.B. "Frank Hoppe" pgn) - über einen installierten pgn-viewer oder über Chessbase können dann die Partien als Datenbank heruntergeladen und nachgespielt werden.
Auf gehts Revivals!
Am 13.Januar gibt es keine Gnade - wir spielen "All-In"!
Mit voller Truppe (hoffentlich) - und wir wollen unseren Heim-Kampf gewinnen!
Liebe Grüße, Lalla

Kommentar von Thomas Binder |

Ich lese eure BMM-Berichte immer wieder gern. Schade, dass nicht alle Vereine so umfangreich berichten. Dass bei unserem Spiel mehrere Spieler fast gleichzeitig remis geboten haben, war mir gar nicht bewusst. Falls der Eindruck entstanden sein sollte, dass dies abgesprochen war, ist das ein Irrtum.

Kommentar von Angry Ape |

Kein Mannschaftsbericht von dem Spitzenspiel der 6. Mannschaft in der Klasse 4 Mix? Schade.

Kommentar von Gerd Wolff |

Na,dann werde ich mich mal opfern , und einen kleinen Bericht über unsere 6.Mannschaft liefern.Unsere beiden Bretter 5 und 6 gewannen relativ schnell , weil Stefan Blohm und Mario Tops sehr solide spielten , aber auch der Gegner gerade an den letzten Brettern ,ebend die größten Schwächen hatte. Die beiden Remisen , am Brett 1 war es ständig ausgeglichen , und Werner spielte sehr mannschaftsdienlich,zumal seine Stellung wieder eine "Schachtelhalmastellung" darstellte. Die Niederlage von Roland Sternberg sollte man realer einschätzen , da dieser Gegener sehr gut spielte und die DWZ.Zahl , mindestens einer 1250 entsprach (die Gefahr die 881 zu unterschätzen ist groß ) Zum Schluß zu meiner Partie.Mein Gegner griff an, und opferte aus Versehen einen wichtigen Mittelbauer, dem er ständig hinterher lief. Ich ließ ihn kommen , und setzte dann meine Torpedos ( Läufer ) gewinnbringend ein. Diesmal konnte ich den Vorteil zum Sieg ummüntzen , was mir eine Runde zuvor gegen Zugzwang nicht gelang ( da war es eine unnötige Niederlage gegen A. Meyer ) Soweit dazu
Gerd Wolff

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