BMM: Die schwarze Serie reißt nicht ab

Das desaströse Abschneiden vor zwei Wochen hat mich so schockiert, dass ich für den eigentlich obligatorischen Rundenbericht nicht fähig war. Meine leise Hoffnung war, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte. Gestern haben wir den Gegenbeweis erbracht: Es kam schlimmer.

Fünf Niederlagen und ein Remis von unserem Klassenprimus Mannschaft 2, das sich wie eine Niederlage anfühlt. Drei Mannschaften (III, IV und V) stehen auf einem Abstiegsplatz, eine Mannschaft (I) steht vor der Abstiegszone. Im Gegenzug kann die 2. Mannschaft noch aufsteigen. Die 6. Mannschaft ist vom Thema Abstieg nicht betroffen.

Kurzberichte

1. Mannschaft

Diesmal mussten drei Stammspieler ersetzt werden, die 2. Mannschaft musste zwei Spieler abgeben. Keine guten Voraussetzungen, um gegen TSG Oberschöneweide III zu bestehen. Das 6:2 spricht eine deutliche Sprache. Marco Miersch zeigt sich von all dem Drama unbeeindruckt und steht mit 6,5 Punkten aus 7 Partien als bester Staffelspieler da. Allerdings weisen nur er Andreas Volkmer und Samuel Drave aus der 2. Mannschaft eine positive Punktebilanz auf. – Unser Jugendspieler Lev Jozsa kam zu seinem ersten Einsatz in der 1. Mannschaft, wenn auch diesmal ohne Punktgewinn.

Berolina 1 hat immer noch ein beruhigendes Polster zu den Abstiegsrängen und kann aus eigener Kraft schlimmeres vermeiden. In der nächsten Runde empfängt die Mannschaft Kreuzberg III. (In der ersten Version habe ich irrtümlich Kreuzberg II geschrieben, aber dieser Kampf fand bereits in der 3. Runde statt. J.R.)

2. Mannschaft

Von allen Mannschaften stand die 2. Mannschaft vor der scheinbar leichtesten Aufgabe. Gegen den Tabellenletzten Empor III war ein klarer Sieg oder wenigstens doch ein Sieg eine ausgemachte Sache, zumal Empor nur mit sieben Spielern antrat. Allerdings musste die 2. Mannschaft zwei Spieler abgeben (s.o.), die eigenen Ersatzspieler konnten nicht spielen, Tim Zussner, der Top-Scorer, war diesmal nicht dabei, und so musste die 3. Mannschaft drei Spieler abgeben. Es lag aber nicht unbedingt an den Ersatzspielern, dass sich die Mannschaft überraschend schwer tat. Am Ende musste man über das 4:4 zufrieden sein. Positiv: Die 2. Mannschaft hat in dieser Saison noch nicht verloren. Und sie hat immer noch die Möglichkeit, aus eigener Kraft aufzusteigen.

3. Mannschaft

Deutlicher kann man einen Klassenunterschied nicht zeigen: Chemie Weißensee II reiste nur mit 6 Spielern an, gewann am Ende aber deutlich mit 2,5:5,5! Und ich glaube auch nicht, dass wir mit den Spielern, die wir an die 2. Manschaft abgeben mussten, wesentlich besser abgeschnitten hätten.

Am Abstiegssplatz hat sich nichts geändert. In der nächsten Runde muss die Mannschaft zum Tabellenzweiten Siemensstadt I.

4. Mannschaft

Bei der 4. Mannschaft kommt einfach zu viel zusammen, was nicht klappt und es besteht praktisch keine Hoffnung auf Klassenerhalt. Jedenfalls nicht, wenn die Mannschaft nicht in der Stammbesetzung antritt, was in dieser Saison nicht vorgekommen ist. Die Möglichkeiten der 5. Mannschaften, mit Ersatzspielern auszuhelfen, sind überreizt. Immerhin schneidet die 4. Mannschaft mit einem Spieler weniger besser ab als die 3. Mannschaft: 2:6. Lena Gebigke und Emilio Madeo haben als einzige Spieler einen positiven Score, allerdings haben auch diesen beiden Spieler die Saison nicht durchspielen können. Dieses Kunststück hat in dieser Mannschaft nur der Mannschaftsleiter vollbracht, der von allen Mannschaftsleitern in dieser Saison den härtesten Job hat.

In der nächsten Runde geht es zu Friesen Lichtenberg II, dem Tabellendritten, und damit eventuell auch zu einer Begegnung mit Uwe Sabrowski und Siegfried Stein, die in der letzten Saison noch für Berolina gespielt haben.

5. Mannschaft

Wäre das Drama der 4. Mannschaft nicht, gäbe es bei der 5. Mannschaft keine Besetzungssorgen. Aber auch dann muss man sich der Tatsache stellen, dass die Mannschaft für die 2. Spieklasse nicht stark genug ist. Obwohl die Eintracht III nur mit 7 Spielern anreiste, verlor die Mannschaft mit 2,5:5,5. Gratulation geht an Ralf Cebulla für den ersten Saisonsieg.

In der nächsten Runde geht es zu Mattnetz IV, die auf Platz 8 stehen.

Positiv: Durch das permanente Aufgerücke konnten wir auch diesmal in der 5. Mannschaft einen Jugendspieler einsetzen. Die 4. und 5. Mannschaft spielen in dieser Saison auch dafür, dass die überzähligen Spieler aus der 6. Mannschaft trotzdem zum Einsatz kommen. Das ist ein klarer Erfolg!

6. Mannschaft

Das 1,5:4,5 täuscht wieder einmal darüber hinweg, wie es in den Partien wirklich aussah. Zumindest von zwei Partien weiß ich, dass die Niederlage unnötig war. Das Hauptleiden ist und bleibt, wie bei jungen Spielern üblich, die Bedenkzeiteinteilung. Daran müssen wir arbeiten!

Casimir beendet seine schwarze Serie und beweist damit, dass sich Hartnäckigkeit und Fleiß irgendwann auch mal auszahlen. Weil ein Spieler kurzfristig wegen Krankheit absagen musste, kam diesmal auch der Mannschaftsleiter zu seinem Saisondebüt. Nach seiner Aussage verpasste auch er einen Sieg.

In der nächsten Runde wartet eine organisatorische Herausforderung, wenn es zum Auswärtspiel gegen den Tabellennachbarn Fredersdorf III geht.

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Kommentare

Kommentar von Gerd Wolff |

Ja,das stimmt,unsere 5. Mannschaft steht zurecht als Tabellenletzter da unten,und gehört nicht in die 2. Stadtklasse. Nur - würden wir "Alten" genauso gefördert werden,wie unsere Jugendlichen und Kinder , wären wir voll dabei ! Hier muß unser W. Vandre als Vereinsvorsitzender und Trainer reagieren,sonst ändert sich nichts! Ein dreifach hoch auf unsere 6. Mannschaft , die Kinder bekommen jede Unterstützung , sogar mit einem Campinglager,lobenswert. Aber der Verein heißt immer noch Berolina Mitte und nicht Berolina Mitte Jugend . Also mal gründlich über diese Diskrepanz nachdenken.

Kommentar von Jens Rennspieß |

Wir haben über die Diskrepanz zwischen dem allgemeinen Spielbetrieb bei Berolina und der jahrzehntelangen Nichtexistenz einer Jugendabteilung gründlich nachgedacht. Wohin dieses Versäumnis führt, sehen wir an den Ergebnissen in der BMM. Wenn es keine Berolina Mitte Jugend gibt, gibt es Berolina bald nur noch als Rentnerverein.

Wir haben im Dezember und Januar mehrere Schulungsabende organisiert. Wir planen weitere Veranstaltungen, aber diese lassen sich nur schwer an den Freitagen im Kalender unterbringen. Die Mühe ist natürlich umsonst, wenn diese Angebote nicht angenommen werden. Außerdem können diese Veranstaltungen immer nur Anstoß sein für das häusliche Training, das jeder ambitionierte Spieler auch ohne Betreuung absolvieren kann.

An der desaströsen Situation der 5. Mannschaft bin ich beteiligt, weil ich mich dafür ausgesprochen habe, dass die Mannschaft in der 2. Klasse spielt. Aber auch hier gilt: Wir konnten deswegen Jugendspieler einsetzen, die unbedingt spielen wollten! So viel Eifer wünschte ich mir manchmal in den anderen Mannschaften.

Kommentar von Gerd Wolff |

Es geht hier auch darum , daß es keinen Ansprechpartner gibt, der sich mal mit bestimmten Partien auseinandersetzt. Thema wären z. B. Dame gegen 2 Türme oder das Spiel mit ungleichen Rochaden. Und zu Hause solo trainieren ist etwas Anderes als mit "Trainer" . Und was hat man gegen Rentnerverein ??!! Bei "Eckturm" sind fast nur Rentner, und die spielen auch solide ! Das Training von unserem Vorsitzendem Wolfgang V. ,war auch nicht epochal, zu Beginn wurden Aufgabenzettel verteilt, toll,daß kann man auch zu Hause mit einem Buch bewerkstelligen. Die Kommunikation ist das A und O . Zudem gäbe es die Möglichkeit,wer die Zeit hat , auch in der Husemann straße mit zu trainieren ! Dies ist aber nur den Kindern und Jugendlichen vorbehalten ! Ich sage mal so : Ohne die "Rentner" gäbe es keine Jugendarbeit,denn er soll diese Kinder dann führen ?? Es wäre schön, wenn Wolfgang V. sich mal selbst dazu äußern würde !!!! Aber von ihm keine Reaktion. Er ist unser Vorsitzender ( leider gab es keine Gegenkandidaten!) , nun sollte er mal was zeigen. Jens , Du bist sehr intensiv dabei,und das finde ich gut,nee sehr gut, aber das allein reicht nicht aus. (ich nehme mal Frank Binding aus,der genug zu tun hat,ebenso Spartak) , aber was macht unser Stellvertreter ??? Also lange Rede,kurzer Sinn,laßt ALLE Mitglieder,die wollen und können,am Training in der Husemannstraße teilnehmen ! So ein Debakel,wie das 0:8 gegen "König Tegel" darf es nie wieder geben. ! Andere Vereine lachen sich schlapp über unsere Ergebnisse,und das will ja wohl keiner ?

Kommentar von Roland Sternberg |

Ich gebe Gerd recht . Jugendarbeit ist sehr schön, aber es gíbt auch ältere Mitglieder im Verein.

Ich möchte am Training für Fortgeschrittene teinehmen.

Was macht unser Stellverteter?!!

Kommentar von Peter Müller |

Gerd, endlich mal ein mangelhaft durchdachter, destruktiver und stilistisch gewohnt unverschämter Beitrag von dir, der mehr Ausrufezeichen als Fragezeichen enthält.

Und es war mit 12 zu 8 nicht mal knapp! Glückwunsch, da lacht sicher keiner mehr.

Kommentar von Gerd Wolff |

Oh,der schwarze Peter kommt aus seinem Mauseloch gekrochen. Wenn Du den Inhalt meines Textes nicht verstehst,zeugt das wohl von Deiner mangelhaften Denkweise. Im Übrigen sollte man hier Privates von Sachlichem trennen. Meine Antipathie Dir gegenüber ist wohl genauso,wie umgekehrt,nur hat daß hier nichts zu suchen !! Es geht schlicht und ergreifend um Schach , aber Dir das zu erklären,ist verlorene Zeit ! Gehörst Du zur Leitung ?! Roland war von Deinen paar Zeilen entsetzt , und hält Dich für einen Miesepeter. das Beste ist,das Du Dich da ganz raushälst !! (jetzt kannst Du die Ausrufezeichen wieder zählen,Dein Hobby?!) Wieviel Gift gedenkt der Herr P.Müller noch zu verspritzen ??!!
Ich habe darüber genug geschrieben,jetzt sollten Taten folgen.

Kommentar von Roland Sternberg |

Sehr geehrter Herr Müller!

Hier geht es nur um Schach . Und zwar darum , dass auch die älteren Mitglieder angemessen gefördert werden.

Bitte keine Beleidigungen gegen andere Mitglieder!!! Das isr für alle nicht gut.

Kommentar von Gerd Wolff |

Nach einem GESPRÄCH zwischen mir und Wolfgang Vandre , hat sich ergeben,daß es zwei Termine in der Woche gibt ,wo auch wir älteren Spieler gemeinsam trainieren können. Dafür möchte ich mich bei Wolfgang bedanken,und auch - ehrlich - mich für meinen rauhen Ton entschuldigen ! Dazu stehe ich. Zudem freue ich mich persönlich,daß Wolfgang sich die Zeit nimmt,meine Partien zu analysieren.Damit soll der Streit endgültig beigelegt werden.- und Jung und "Alt" werden Berolina bereichern. Danke nochmals,Wolfgang !!!

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