Feierabendliga: Spitzenspiel unglücklich verloren

Feierabendliga: Spitzenspiel unglücklich verloren

Marcus Fenner (links) für Berolina 2. Hinten Berolina 1.
Frank Hoppe
Marcus Fenner (links) für Berolina 2. Hinten Berolina 1.

Was war das für ein Spieltag! A-Staffel-Spitzenreiter Chemie Weißensee verliert beim Tabellenletzten Hermsdorf und unsere erste Mannschaft stand vor dem Sprung an die Tabellenspitze. Es sah nach 3:1 oder 2½:1½ bei den Schachfreunden Berlin am vergangenen Mittwoch aus. Doch es wurde ein 1½:2½. Platz 1 ist damit in weite Ferne gerückt und wir sind auf Platz vier abgerutscht.

Staffel A

Br. Sfr. Berlin 1 DWZ 2,5:1,5 SV Berolina Mitte 1 DWZ
1 Udo Hoffmann 2221 1:0 Thilo Keskowski 2156
2 Daniel McGowan 2107 1:0 Thomas Hämmerlein 2072
3 Erwin Weber 1885 ½:½ Wolfgang Vandré 2001
4 Christopher Franks 2083 0:1 Frank Hoppe 1919

Das Unglück begann an Brett eins, wo sich beide Kontrahenten in der Schlußstellung minus 1 in Vorteil wähnten. In der Schlußstellung plusminus 0 hatte Thilo dann allerdings einen Springer weniger, den er einfach so einzügig einstellte.

Zu diesem Zeitpunkt standen Wolfgang und Frank vorteilhaft und Thomas ausgeglichen. Es sah trotz des Rückstandes nach einem Sieg für Berolina aus. Doch das änderte sich bald. Ich hatte zwar zwei Mehrbauern, behandelte aber meine Stellung sehr nachlässig. Wolfgang ließ ein vielzügiges Matt aus und Thomas hatte einen Bauern eingestellt/geopfert. Statt 1½ Punkte erreichten die beiden nur einen halben Punkt. Da war mein Brett bereits beendet. Hier stand mal ich, mal mein Gegner auf Gewinn. Zum Schluß glücklicherweise aber ich. "Ein dreckiger Sieg" war schmunzelnd die Meinung vom Schachfreunde-Vorsitzenden Jörg Schulz dazu, denn sein Vereinskollege hatte ein Remis auf dem Brett, allerdings auch verdammt wenig Zeit. Ich drückte ihn quasi aus.
Glücklicherweise für Schulz war das vierte Brett schlußendlich egal. Seine Truppe gewann und ist Tabellenführer.

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[Frank Hoppe]
Br. Sfr. Berlin 2 DWZ 3,5:0,5 SV Berolina Mitte 2 DWZ
1 GM Rainer Polzin 2369 1:0 Yosip Shapiro 1942
2 Daniel Weber 2106 +:- Andreas Reiche 1841
3 Roberto di Candia 1959 ½:½ Dr. Marcus Fenner 1910
4 David Leitritz 1773 +:- Wolfgang Fiedler 1843
Pl. Mannschaft MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1. SF Berlin 1903 10:4 17,0 x 1,0 2,5 3,0 1,5 3,5 2,5 3,0
2. SF Berlin 1903 2 10:4 16,5 3,0 x 2,5 1,5 1,0 3,5 2,5 2,5
3. BSV 63 Chemie Weißensee 9:5 16,5 x 1,5 3,0 3,0 2,0 3,0 2,5 1,5
4. SV Berolina Mitte 8:6 16,0 1,5 2,5 x 1,5 2,5 2,0 2,0 4,0
5. SC Kreuzberg 8:6 15,0 1,5 1,0 2,5 x 2,0 2,5 2,0 3,5
6. Tempelhofer SV Mariendorf 1897 8:6 14,5 1,0 2,5 1,0 2,0 x 3,5 2,0 2,5
7. SG Weißensee 49 7:7 14,0 2,5 3,0 2,0 1,5 1,5 0,5 x 3,0
8. SV Berolina Mitte 2 4:10 10,0 0,5 0,5 1,0 2,0 2,0 x 2,0 2,0
9. SC Zugzwang 95 3:11 11,0 1,5 1,5 1,5 2,0 0,5 2,0 2,0 x
10. SG CAISSA/ VfB Hermsdorf 3:11 9,5 1,0 1,5 2,5 0,0 1,5 1,0 2,0 x

Staffel B

Br. SG Lichtenberg 1 DWZ 3,5:0,5 SV Berolina Mitte 3 DWZ
1 Paula Wiesner 1978 1:0 Gerd Schönfeld 1986
2 Martin Schmidt 2040 1:0 Martin Windmüller 1760
3 Dirk Gros 1875 +:- Reinhard Weigelt 1738
4 Olaf Sill 1786 ½:½ Jens Rennspieß 1704
Pl. Mannschaft MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1. SK Tempelhof 1931 11:3 16,5 x 2,0 - 3,5 2,5 3,0 3,0 2,5
2. SG Lichtenberg 10:4 18,5 2,0 x 2,5 1,5 3,5 2,0 3,5 3,5
3. SC Kreuzberg 2 10:4 17,0 + x 2,0 3,0 1,5 2,0 3,5 3,0
4. SC Zugzwang 95 2 8:6 14,5 1,5 2,0 x 2,0 2,5 2,5 1,5 2,5
5. BSV 63 Chemie Weißensee 2 8:6 14,0 0,5 1,0 2,0 x 2,0 3,0 2,5 +
6. SK International Berlin 2010 7:7 14,0 2,5 2,5 1,5 2,0 x 2,5 1,5 1,5
7. SG CAISSA/ VfB Hermsdorf 2 5:9 12,5 1,5 0,5 1,0 1,5 x 2,0 2,5 3,5
8. SF Berlin 1903 3 5:9 12,0 1,0 2,0 2,0 1,5 2,5 2,0 x 1,0
9. SV Berolina Mitte 3 4:10 10,0 1,0 0,5 0,5 2,5 1,5 2,5 1,5 x
10. SG Lasker Steglitz-Wilmersdorf 2:12 8,0 1,5 0,5 1,0 1,5 - 0,5 3,0 x

Staffel C

Br. Sfr. Berlin 6 DWZ 1,5:2,5 SV Berolina Mitte 4 DWZ
2 Kolja Thurner - ½:½ Siegfried Stein 1681
3 Vincent Schläger - 0:1 Boriss Itkins 1753
4 Johannes Winkler 1321 1:0 Lena Gebigke 1635
5 Sonja Mahler 1332 0:1 Werner Windmüller 1558

Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl Siggi Stein würde Kristjan Dimitrijewski gegenübersitzen. Und ich war erstaunt wie gut Siggi die Stellung ausgeglichen hielt und zum Schluß sogar besser stand. Da ahnte ich aber schon, das sein Gegner nicht Dimitrijewski hieß.

Stein - Thurner nach Te8
Stein - Thurner nach Te8

Weiß steht klar auf Gewinn: Der Lc8 ist unbeweglich, der Ta6 muß die 6. Reihe abdecken und die weißen Figuren stehen sehr aktiv. Stockfish 8 bewertet etwa +9 für Weiß. 1. ... Kb8 2. Te7 Mit 2. Le6 hätte Siggi schon hier alles klarmachen können. 2. ... Tc6 3. Tf8 Eigentlich gewinnt hier fast jeder Zug. 3. ... Tc7 4. Txf6 Lxe6 5. Txe6 mit Gewinn. 2. ... Ka7 3. Tc7 Kb8 4. Tf7 Ka7 5. Te7 Td6 6. Kc5 Ta6 7. Kb5 Td6 8. Le6 Kb8 9. Te8 Tc6 10. Txc8+?? = 10. a6!! sahen fast alle Zuschauer - nur Siggi nicht. Da der a-Bauer sonst einfach durchläuft, muß Schwarz Material geben - und wird in maximal 29 Zügen (Stockfish 8) mattgesetzt. 10. ... Txa6 (10. ... bxa6+ 11. Kxc6) (10. ... Tc1 11. Txc8+ Txc8 12. Lxc8 bxa6+ 13. Lxa6) 11. Txc8+ 10. ... Txc8 11. Lxc8 Kxc8 12. Kb6 Kb8 13. Kb5 Kc7 14. Kc5 Kd7 15. Kd5 Ke7 16. Kc5 Kd7 17. Kb6 Kc8 und beide Spieler einigten sich auf Remis.

Pl. Mannschaft MP BP 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1. SF Berlin 1903 4 11:3 18,5 x 2,0 2,5 3,0 2,0 2,0 3,0 4,0
2. SG Narva Berlin 10:4 16,0 2,0 x 2,0 2,0 3,0 2,5 2,5 2,0
3. SF Berlin 1903 5 9:5 18,5 1,5 x 2,5 1,0 4,0 2,0 4,0 3,5
4. SK Zehlendorf 9:5 17,5 2,0 1,5 x 3,5 4,0 1,5 2,5 2,5
5. SV Berolina Mitte 4 8:6 14,0 1,0 2,0 0,5 x 2,5 3,5 2,5 2,0
6. Tempelhofer SV Mariendorf 1897 2 6:8 13,0 2,0 1,0 3,0 0,0 x 1,5 2,0 3,5
7. SF Berlin 1903 6 5:9 9,5 2,0 0,0 2,5 1,5 2,5 x 1,0 0,0
8. SG Weißensee 49 2 4:10 11,0 1,0 1,5 2,0 0,5 2,0 3,0 x 1,0
9. SK International Berlin 2010 2 4:10 10,5 0,0 1,5 0,0 1,5 1,5 4,0 x +
10. SC Kreuzberg 3 4:10 9,5 2,0 0,5 1,5 2,0 0,5 3,0 - x

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