Frank Binding bester Senior beim Lindauer Inselcup am Bodensee

Doreen Binding

74 Teilnehmer, sieben Runden Schnellschach und ein Turniersaal mit Blick auf den Bodensee: Am 12. September 2026 feierte der „1. Lindauer Inselcup“ in der Lindauer Inselhalle seine Premiere. Als einziger Berliner im Feld mischte ich bis zur sechsten Runde ganz vorn mit und führte das Turnier nach fünf Runden sogar an.

Am Ende standen fünf Punkte aus sieben Partien, Platz sechs und der einzige Seniorenpreis zu Buche. Ein Bericht über ein Wochenende zwischen Schachbrett, Bayerischem Löwen und Leuchtturm – und über eine Stadt, deren Altstadt komplett auf einer Insel liegt.

Von Berlin an den Bodensee

Als ich im Juni den „1. Lindauer Inselcup“ im Terminkalender des Deutschen Schachbundes entdeckte, war die Idee schnell geboren: das Schnellturnier am 12. September mit einem Besuch bei Verwandten verbinden, die auf der Insel Lindau leben. Im August wurde der Plan nach Rücksprache mit meiner Frau in die Tat umgesetzt, und ich meldete mich an. Mit einer Elo von 2024 war ich zu diesem Zeitpunkt noch knapp die Nummer eins der Meldeliste – was sich in den folgenden drei bis vier Wochen allerdings gründlich ändern sollte.

Rund 750 Kilometer und sieben bis acht Stunden Autofahrt liegen zwischen Berlin und Lindau, und zwar in jede Richtung. Doreen und ich starteten am Freitag und fuhren am Sonntag wieder zurück; der Samstag gehörte komplett dem Turnier und einem kleinen Bummel über die Insel.

Während mein sportlicher Plan fast aufging – bester und einziger Berliner sowie erster Seniorenpreis –, fiel der Verwandtenbesuch buchstäblich ins Wasser: Unsere Gastgeber hatten selbst eine Reise geplant. Ihre Wohnung und vor allem die Garage durften wir trotzdem nutzen. Wie viel Letzteres wert ist, weiß jeder, der schon einmal versucht hat, auf der Lindauer Insel einen Parkplatz zu finden.

Lindau – eine Altstadt mitten im Bodensee

Doreen Binding

Wer zum ersten Mal nach Lindau kommt, merkt schnell: Diese Stadt ist ein Sonderfall. Die historische Altstadt liegt auf einer nur 0,69 Quadratkilometer großen Insel im östlichen Bodensee, auf der rund 2.800 Menschen leben; die Gesamtstadt zählt etwa 25.500 Einwohner. Mit dem Festland verbunden ist die Insel lediglich über eine Straßenbrücke und den Eisenbahndamm – was auch erklärt, warum Parkplätze für Auswärtige hier so rar und so teuer sind.

Von der Reichsstadt zum Kongressort

Lindau war über Jahrhunderte Freie Reichsstadt. 1274/75 bestätigte König Rudolf I. die Stadtrechte, 1496/97 tagte hier unter Maximilian I. der Reichstag, 1528 schloss sich die Stadt der Reformation an. Vom Wohlstand dieser Zeit zeugen bis heute die Bürgerhäuser des 16. und 17. Jahrhunderts entlang der Maximilianstraße. Seit den 1950er-Jahren ist Lindau darüber hinaus international als Tagungsort bekannt.

Was man auf der Insel gesehen haben sollte

Das berühmteste Motiv ist die Hafeneinfahrt: Auf der einen Seite bewacht ein sechs Meter hoher Bayerischer Löwe aus Sandstein den Zugang, auf der anderen steht der 33 Meter hohe Neue Leuchtturm von 1856, der einzige Leuchtturm Bayerns – 139 Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform mit Blick über den See bis in die österreichischen und Schweizer Berge.

Gleich nebenan steht der Mangturm, ein quadratischer Steinbau aus dem 12. Jahrhundert mit markant glasierten Ziegeln; er war der alte Leuchtturm der Stadt. Sehenswert sind außerdem das Alte Rathaus mit der ehemals Reichsstädtischen Bibliothek, der 1380 errichtete Diebsturm mit seinen farbigen Ziegeln und Ecknischentürmchen, die über tausend Jahre alte Peterskirche am Schrannenplatz und der Lindavia-Brunnen am Reichsplatz. Alles liegt fußläufig beieinander – die Insel lässt sich bequem in einer guten Stunde umrunden.

Prominenz am See

Der bekannteste Kopf der Insel ist Professor Werner Mang. Der HNO-Arzt und plastische Chirurg gründete 1989 in Lindau die Bodenseeklinik, in der jährlich mehrere tausend Eingriffe vorgenommen werden, und wurde durch Operationen an prominenten Patienten international bekannt. Mit dem FC Bayern München verbindet ihn eine mehr als 40 Jahre alte Mitgliedschaft und eine enge Freundschaft zur Münchner Führungsriege – als Präsident der SpVgg Lindau nutzte er diese Kontakte und holte den Rekordmeister 2019 zum 100-jährigen Vereinsjubiläum an den Bodensee.

Geboren wurden in Lindau unter anderem der Dichter Hermann Lingg (1820–1905), der Elektronikmusik-Pionier und Popol-Vuh-Gründer Florian Fricke (1944–2001) und der Musikproduzent Manfred Eicher (∗ 1943), der 1969 das Label ECM gründete. Aus dem Landkreis stammt zudem der Schriftsteller Martin Walser, der 1927 in Wasserburg am Bodensee zur Welt kam.

Die Inselhalle – Turniersaal mit Kongressformat

Inselhalle
Doreen Binding
Inselhalle

Gespielt wurde in der Inselhalle, dem Kongresszentrum der Stadt, nur wenige Schritte vom Seeufer entfernt. Das Haus hat eine bemerkenswerte Vita: Bis 2018 wurde es für rund 25 Millionen Euro, die der Freistaat Bayern bereitstellte, saniert und erweitert. Gleichzeitig entstanden ein neues Parkhaus – in dem heute die Feuerwehr untergebracht ist – und der Therese-von-Bayern-Platz.

Heute fasst die Inselhalle bis zu 2.000 Personen. Herzstück ist ein dreiteilbarer Saal mit 1.100 Plätzen und klassischer Holzausstattung für eine gute Akustik, dazu kommen zwölf Neben- und Konferenzräume. Bekannt geworden ist das Haus vor allem durch die jährliche Tagung der Nobelpreisträger, die seit den 1950er-Jahren Laureaten und junge Wissenschaftler aus aller Welt nach Lindau bringt, sowie durch die Lindauer Psychotherapiewochen mit rund 4.000 Teilnehmern.

Für ein Schnellschachturnier mit 74 Teilnehmern war das Haus entsprechend komfortabel dimensioniert: reichlich Platz zwischen den Brettern, kurze Wege ins Foyer, große Fensterfronten. Und vor der Tür fand an diesem Samstag der Wochenmarkt statt – wer in der Pause frische Luft brauchte, kam an Obst-, Gemüse- und Käseständen vorbei, bevor es zurück an die Bretter ging.

Der Schachclub Lindau und eine Premiere mit Überraschung

Doreen Binding

Ausrichter war der Schachclub Lindau, gegründet 1921 und damit seit 2021 im zweiten Jahrhundert seines Bestehens. Der Verein gehört zum Schachbezirk Oberschwaben im Württembergischen Schachverband, stellt in der Saison 2026/27 drei Mannschaften und trifft sich freitags im ESV-Heim in der Ladestraße – um 18 Uhr zum Jugendtraining, um 19.30 Uhr zum Spielabend. Vorsitzender ist Thomas Jäckel, der den Inselcup auch organisiert hat. Die Turnierleitung lag bei Martin Zebandt, als Schiedsrichter waren Mike Montgomery und Günter Scherbaum im Einsatz.

Mit dem Andrang hatte im Verein niemand gerechnet. Kalkuliert hatte der Veranstalter ursprünglich mit 25 bis 30 Teilnehmern. Tatsächlich war das Meldelimit von 70 Plätzen schnell ausgeschöpft, und am Turniermorgen standen 74 Namen aus Deutschland und Österreich in der Startliste – vom Spitzenspieler mit 2177 Elo bis zum Nachwuchstalent mit 800.

Dass die Premiere auch sportlich gelang, lag nicht zuletzt an den Gastgebern selbst: Neun Spieler des Schachclubs gingen an den Start, fünf von ihnen beendeten das Turnier mit mindestens vier Punkten, und mit Stefan Greussing (7.) und Dennis Müller (11.) landeten gleich zwei Lindauer in den Top Eleven. Auch die Jugendspieler des Vereins sammelten an diesem Tag reichlich Turniererfahrung.

Sieben Runden aus meiner Sicht

Gespielt wurden sieben Runden im Schweizer System, die Bedenkzeit betrug 15 Minuten plus fünf Sekunden pro Zug. Bei dieser Schlagzahl entscheidet oft nicht die bessere Stellung, sondern die ruhigere Hand kurz vor dem Fallen des Blättchens – eine Erfahrung, die ich an diesem Tag gleich dreimal machen durfte.

Runde 1 und 2: ein holpriger Start

Das Turnier begann etwas holprig für mich, als ich gegen einen zwölfjährigen Jungen fast eine Figur einstellte, aber mit einem blauen Auge und einem Bauern weniger davonkam. Zum Glück überschritt mein Gegner die Zeit, während ich davon noch ein Übermaß hatte. Überhaupt war die Uhr an diesem Tag mein bester Verbündeter: Obwohl ich alle Partien mitschrieb, hatte ich in jeder Runde deutlich mehr Restbedenkzeit als meine Gegner. In Runde zwei folgte ein Pflichtsieg – wieder durch Zeitüberschreitung.

Runde 3: Brett eins, und der Gegner zittert

In Runde drei ging es an Brett eins gegen Emmanuel Andrés Aguirre Silva (SC Kempten 1878), der mit 2101 Elo deutlich höher bewertet war als ich. In der Eröffnung wurde ich komplett überspielt, doch nach einem Qualitätsopfer bekam ich wieder Chancen. Mein Gegner fing an zu zittern und überschritt dann die Zeit.

Runde 4: ein Springer neben dem Brett

Einfacher wurde es in Runde vier gegen den nominell stärksten Teilnehmer des Feldes, CM Carmelo Genduso (SV Jedesheim 1921, 2177). Er offenbarte dabei auch künstlerische Fähigkeiten, als er in der Eröffnung seinen Springer von g1 neben dem Brett zum Feld h3 gleiten ließ. Sehenswert! Einige Züge später wurde er von einer Läufergabel konfrontiert und gab überraschend auf. Damit hatten nach vier Runden nur noch zwei Spieler 100 Prozent: der Österreicher Peter Mittelberger und ich.

Runde 5: Remis an der Spitze – und die Führung

Auf Mittelberger traf ich dann auch prompt in Runde fünf. Nachdem alles Mögliche heruntergetauscht war, bot er mir Remis an. Ich nahm an und übernahm danach nach Zweitwertung die Führung im Turnier vor drei punktgleichen Konkurrenten.

Runde 6: die Vorentscheidung

Die sechste Runde brachte die Vorentscheidung – und mich aus dem Rennen um den Turniersieg. Gegen FM Holger Namyslo (TG Biberach 1847) hatte ich keine Chance, auch weil ich von seiner Eröffnungswahl eiskalt überrascht wurde. „Ich spiele das ständig auf Lichess“, sagte er mir nach der Partie. Schön für ihn, schlecht für mich: Ich war auf Platz sechs zurückgefallen.

Runde 7: zwei Remisangebote

In der siebten Runde bekam ich mit dem fünffachen Deutschen Ärztemeister Dr. Patrick Stiller (SV Friedrichshafen, 2165) noch einmal ein schweres Los. Die Partie lief nicht gut für mich. Mein erstes Remisangebot lehnte er sofort ab. Danach stellte ich einen Bauern ein, bekam aber plötzlich noch Gegenspiel – und mein zweites Angebot nahm er an, auch weil seine Zeit knapp wurde.

Unterm Strich standen fünf Punkte aus sieben Partien, eine einzige Niederlage und Platz sechs unter 74 Teilnehmern. Als bester und einziger Berliner im Feld konnte ich damit gut leben.

Siegerehrung: Entscheidung in der Feinwertung

An der Spitze ging es noch enger zu als bei mir. Peter Mittelberger (Schachverein Lochau) und FM Holger Namyslo (TG Biberach 1847) trafen in der Schlussrunde direkt aufeinander, trennten sich remis und beendeten das Turnier punktgleich mit je 6,0 Punkten, fünf Siegen und zwei Remisen – beide ungeschlagen. Den Ausschlag gab die Feinwertung: 33,5 für Mittelberger, 31 für Namyslo. Erster Sieger des Lindauer Inselcups heißt damit Peter Mittelberger.

Auch um Platz drei entschied die Feinwertung. Ana-Maria Bursan, Emmanuel Andrés Aguirre Silva und Frank Baur kamen alle auf 5,5 Punkte; mit der besten Wertung von 34 wurde Bursan Dritte vor Aguirre Silva und Baur.

Ein Preis, der sofort investiert wurde

Bei den Sonderpreisen ging der Jugendpreis an Jodok Buschta (SK Hohenems) und der Damenpreis an Aaradhya Manjunatha (SV Friedrichshafen), weil Ana-Maria Bursan bereits in der Gesamtwertung ausgezeichnet worden war. Und zu meiner Überraschung erhielt ich den einzigen Seniorenpreis – möglich wurde das, weil Holger Namyslo als Zweiter schon einen der Hauptpreise bekommen hatte.

Lange gespart wurde das Preisgeld nicht: Die 25 Euro investierten Doreen und ich noch am selben Nachmittag an einem Eisstand beim Bummel über die Insel.

Endstand

Pl. Titel Name Land Elo Verein/Ort Pkt. Buch Sg.
1 Peter Mittelberger 2123 Schachverein Lochau 6,0 33,5 5
2 FM Holger Namyslo 2091 TG Biberach 1847 6,0 31 5
3 Ana-Maria Bursan 1911 TG Biberach 1847 5,5 34 5
4 Emmanuel Andrés Aguirre Silva 2101 SC Kempten 1878 5,5 30 5
5 Frank Baur 2119 SF Mengen 5,5 29 5
6 Frank Binding 2024 SV Berolina Mitte 5,0 33 4
7 Stefan Greussing 1906 Schachclub Lindau (B) 5,0 30 5
8 Dr. Patrick Stiller 2165 SV Friedrichshafen 5,0 28 4
9 Peter Ladner 1975 Schachverein Lochau 5,0 27,5 4
10 Wilfried Adam 1827 SC Blauer Turm Bad Wimpfen 5,0 27 5
11 Dennis Müller 1856 Schachclub Lindau (B) 5,0 26,5 5
12 Bernhard Hehle 1898 SF Wetzisreute 5,0 26 4
13 Alexander Abt 1653 SK Königsbrunn 5,0 20,5 5
14 Heiko Adler 2050 SC Überlingen 4,5 33 4
15 Errol Dickl 1938 SC Kempten 1878 4,5 31,5 4
15 Johannes Kiefer 1867 Schachclub Lindau (B) 4,5 31,5 4
17 Philipp Müller 2025 SC Obersulmetingen 4,5 30,5 4
18 Wilfried Pfeifer 1888 TSF Ditzingen 4,5 27 4
19 Dr. Michael Zieger 1918 4,5 25,5 4
20 Alois Planatscher 2016 Schachclub Lindau (B) 4,5 24,5 4
21 Felix Rendelmann 1715 Schachclub Lindau (B) 4,0 29 3
22 CM Carmelo Genduso 2177 SV Jedesheim 1921 4,0 28,5 3
23 Armin Kranz 2059 SV Jedesheim 1921 4,0 27,5 4
24 Siegfried Gaiser 1812 SV Friedrichshafen 4,0 27,5 3
25 Werner Seifert 1885 SC Gröbenzell 4,0 26,5 3
26 Wolfgang Jekel 1881 SF Vöhringen 4,0 26 4
27 Bernhard Jehle 1922 SV Jedesheim 1921 4,0 25,5 3
28 Christian Cubek 2006 4,0 24,5 4
29 Maximilian Zimmermann 1871 SK Königsbrunn 4,0 24 3
30 Heinz Martin 1888 SC Dietmannsried 4,0 23,5 4
30 Jodok Buschta 1824 SK Hohenems 4,0 23,5 4
32 Marvin Mohm 1755 SK Königsbrunn 4,0 23 4
33 Simon Baron 1771 SK Königsbrunn 3,5 30,5 3
34 Manfred Lachmayer 1916 TSV Langenau 3,5 28 3
35 Simeon Kojic 1638 Schachclub Lindau (B) 3,5 26 3
36 Kevin Jose 1683 SV Friedrichshafen 3,5 25,5 3
36 Carlos Scharinger 1826 Wolfurt 3,5 25,5 3
38 Vladimir Stepanek 1650 ASV Martinszell Abteilung Schach 3,5 23,5 3
39 Mirko Staresina 1781 SC Weiler im Allgäu 3,5 22 3
40 Rudolf Martin 1829 SC Kempten 1878 3,5 21,5 3
40 Georg Brunstein 1657 SK Königsbrunn 3,5 21,5 3
40 Lukas Metzger 1451 Sonnenberg Nüziders 3,5 21,5 3
43 Aaron Wehinger 1642 Schachclub Sonnenberg Nüziders 3,5 18 3
44 Gerald Dahm 2084 SC Weiler im Allgäu 3,0 29 2
45 Karl Krieg 1778 SF Waldstetten 1982 3,0 28 2
46 Robert Heydt 1771 SF Wetzisreute 3,0 27 2
47 Bella Baur 1500 3,0 26,5 3
48 Ahmad Al Kadi 1791 SK Markdorf 3,0 26 2
49 Benjamin Schreiner 1614 Schachclub Lindau (B) 3,0 23,5 3
50 Zübeyir Selim Cifci 1632 SF Mengen 3,0 22,5 3
51 Aaradhya Manjunatha - SV Friedrichshafen 3,0 21 3
52 Michele Nussbaumer 1700 3,0 20,5 3
52 Ben David Isele - 3,0 20,5 3
54 Michael Schulz 1240 SV Weingarten 3,0 19 3
55 Carl Stefan Kreutner 1458 SF Lichtenstein 2,5 25,5 2
56 Helena Rascher 1697 SC Kempten 1878 2,5 24,5 2
57 Peter Stöckle 1580 TSV Langenau 2,5 22 2
58 Didier Bouziri - ASV Martinszell Abteilung Schach 2,5 21,5 2
59 Simon Koeb 1427 Schachclub Dornbirn 2,5 20,5 2
60 Julius Erath 1373 Schachclub Wolfurt 2,5 20 2
61 Marius Pierenkemper 1000 2,5 18 2
62 Jakob Kaltenberger 1801 SC Weiße Dame Ulm 2,5 17 2
63 Casian Robert Asofronie - SC Pfullendorf 2,5 16,5 2
64 Igor Helm 1586 SV Friedrichshafen 2,0 26 2
65 Moritz Isch 1560 Tribschen Luzern 2,0 24,5 2
66 Berat Kocagenis 1348 Höchst 2,0 20,5 2
67 Vincent Dziuba 800 SC Lindau (B) 2,0 18 2
68 Christian Scharinger - Wolfurt 2,0 15,5 2
69 Nemanja Prvulovic 1300 1,5 21,5 1
70 Cristian Bursan 1534 SF Ertingen-Bad Buchau 1983 1,5 19,5 1
71 Ayman Al Kadi 1436 SK Markdorf 1,5 16 1
72 Martin Drexler 1511 SC Überlingen 1,0 18 -
73 Paschalis Skoutaridis 1424 SSV Stuttgart 1,0 16 1
74 Lukas Bursan 1395 Schachfreunde Ertingen-Bad Bucha 0,5 16,5 -

Fortschrittstabelle

Pl. Titel Name Land Elo Verein/Ort Pkt. Buch Sg. 1 2 3 4 5 6 7
1 Peter Mittelberger 2123 Schachverein Lochau 6,0 33,5 5 39s1 19w1 16s1 17w1 6s½ 3s1 2w½
2 FM Holger Namyslo 2091 TG Biberach 1847 6,0 31 5 56s1 26w1 3s½ 34w1 14s1 6w1 1s½
3 Ana-Maria Bursan 1911 TG Biberach 1847 5,5 34 5 65s1 10w1 2w½ 5s1 9s1 1w0 14s1
4 Emmanuel Andrés Aguirre Silva 2101 SC Kempten 1878 5,5 30 5 31s1 7w1 6s0 26w1 33s½ 21w1 15s1
5 Frank Baur 2119 SF Mengen 5,5 29 5 48w½ 37s1 25w1 3w0 34s1 18s1 7w1
6 Frank Binding 2024 SV Berolina Mitte 5,0 33 4 50s1 33w1 4w1 22s1 1w½ 2s0 8w½
7 Stefan Greussing 1906 Schachclub Lindau (B) 5,0 30 5 47w1 4s0 46w1 24s1 17s1 16w1 5s0
8 Dr. Patrick Stiller 2165 SV Friedrichshafen 5,0 28 4 45s½ 31w1 9s0 37w1 25s1 33w1 6s½
9 Peter Ladner 1975 Schachverein Lochau 5,0 27,5 4 70w1 24s½ 8w1 44s1 3w0 20s½ 30w1
10 Wilfried Adam 1827 SC Blauer Turm Bad Wimpfen 5,0 27 5 58w1 3s0 47w1 28s1 12w0 44s1 21s1
11 Dennis Müller 1856 Schachclub Lindau (B) 5,0 26,5 5 73s1 23w1 15s1 14w0 16s0 29w1 32s1
12 Bernhard Hehle 1898 SF Wetzisreute 5,0 26 4 72s1 36w1 17s0 45w1 10s1 14w½ 16s½
13 Alexander Abt 1653 SK Königsbrunn 5,0 20,5 5 69s1 15w0 64s0 55s1 49w1 45w1 23s1
14 Heiko Adler 2050 SC Überlingen 4,5 33 4 46w1 18s1 28w1 11s1 2w0 12s½ 3w0
15 Errol Dickl 1938 SC Kempten 1878 4,5 31,5 4 35w1 13s1 11w0 27s1 18w½ 22s1 4w0
15 Johannes Kiefer 1867 Schachclub Lindau (B) 4,5 31,5 4 49w1 30s1 1w0 40s1 11w1 7s0 12w½
17 Philipp Müller 2025 SC Obersulmetingen 4,5 30,5 4 38w1 27s1 12w1 1s0 7w0 35s½ 37w1
18 Wilfried Pfeifer 1888 TSF Ditzingen 4,5 27 4 42s1 14w0 41s1 64w1 15s½ 5w0 33s1
19 Dr. Michael Zieger 1918 4,5 25,5 4 55w1 1s0 52w1 36s½ 22w0 47w1 34s1
20 Alois Planatscher 2016 Schachclub Lindau (B) 4,5 24,5 4 43s1 34w0 56s1 33w0 48s1 9w½ 35s1
21 Felix Rendelmann 1715 Schachclub Lindau (B) 4,0 29 3 57w1 29s½ 24w½ 30s1 32w1 4s0 10w0
22 CM Carmelo Genduso 2177 SV Jedesheim 1921 4,0 28,5 3 62w1 25s½ 29w1 6w0 19s1 15w0 27s½
23 Armin Kranz 2059 SV Jedesheim 1921 4,0 27,5 4 52w1 11s0 48w1 32s0 36w1 24s1 13w0
24 Siegfried Gaiser 1812 SV Friedrichshafen 4,0 27,5 3 53s1 9w½ 21s½ 7w0 42s1 23w0 47s1
25 Werner Seifert 1885 SC Gröbenzell 4,0 26,5 3 59s1 22w½ 5s0 39w1 8w0 46s½ 48w1
26 Wolfgang Jekel 1881 SF Vöhringen 4,0 26 4 71w1 2s0 38w1 4s0 35w0 49s1 46w1
27 Bernhard Jehle 1922 SV Jedesheim 1921 4,0 25,5 3 60s1 17w0 50s1 15w0 38s½ 36w1 22w½
28 Christian Cubek 2006 4,0 24,5 4 64s1 40w1 14s0 10w0 41s0 50w1 45s1
29 Maximilian Zimmermann 1871 SK Königsbrunn 4,0 24 3 63s1 21w½ 22s0 59w1 44w½ 11s0 51w1
30 Heinz Martin 1888 SC Dietmannsried 4,0 23,5 4 61s1 16w0 65s1 21w0 64s1 41w1 9s0
30 Jodok Buschta 1824 SK Hohenems 4,0 23,5 4 4w0 8s0 60w1 57s1 51w0 65s1 44w1
32 Marvin Mohm 1755 SK Königsbrunn 4,0 23 4 74w1 44s0 35w1 23w1 21s0 51s1 11w0
33 Simon Baron 1771 SK Königsbrunn 3,5 30,5 3 54w1 6s0 49w1 20s1 4w½ 8s0 18w0
34 Manfred Lachmayer 1916 TSV Langenau 3,5 28 3 66w1 20s1 44w½ 2s0 5w0 55s1 19w0
35 Simeon Kojic 1638 Schachclub Lindau (B) 3,5 26 3 15s0 69w1 32s0 53w1 26s1 17w½ 20w0
36 Kevin Jose 1683 SV Friedrichshafen 3,5 25,5 3 51w1 12s0 66w1 19w½ 23s0 27s0 53w1
36 Carlos Scharinger 1826 Wolfurt 3,5 25,5 3 68s1 5w0 59s½ 8s0 58w1 38w1 17s0
38 Vladimir Stepanek 1650 ASV Martinszell Abteilung Schach 3,5 23,5 3 17s0 60w1 26s0 63w1 27w½ 37s0 58w1
39 Mirko Staresina 1781 SC Weiler im Allgäu 3,5 22 3 1w0 55s½ 62w1 25s0 46w0 69s1 60w1
40 Rudolf Martin 1829 SC Kempten 1878 3,5 21,5 3 67w1 28s0 57w1 16w0 47s0 64w1 41s½
40 Georg Brunstein 1657 SK Königsbrunn 3,5 21,5 3 44w0 74s1 18w0 66s1 28w1 30s0 40w½
40 Lukas Metzger 1451 Sonnenberg Nüziders 3,5 21,5 3 18w0 46s0 67w1 52s1 24w0 56s½ 55w1
43 Aaron Wehinger 1642 Schachclub Sonnenberg Nüziders 3,5 18 3 20w0 66s0 69w1 54s0 67w1 58s½ 56w1
44 Gerald Dahm 2084 SC Weiler im Allgäu 3,0 29 2 41s1 32w1 34s½ 9w0 29s½ 10w0 31s0
45 Karl Krieg 1778 SF Waldstetten 1982 3,0 28 2 8w½ 48s½ 51w1 12s0 54w1 13s0 28w0
46 Robert Heydt 1771 SF Wetzisreute 3,0 27 2 14s0 42w1 7s0 61w½ 39s1 25w½ 26s0
47 Bella Baur 1500 3,0 26,5 3 7s0 68w1 10s0 56w1 40w1 19s0 24w0
48 Ahmad Al Kadi 1791 SK Markdorf 3,0 26 2 5s½ 45w½ 23s0 65w1 20w0 54s1 25s0
49 Benjamin Schreiner 1614 Schachclub Lindau (B) 3,0 23,5 3 16s0 61w1 33s0 68w1 13s0 26w0 67s1
50 Zübeyir Selim Cifci 1632 SF Mengen 3,0 22,5 3 6w0 54s1 27w0 58s0 66w1 28s0 65w1
51 Aaradhya Manjunatha - SV Friedrichshafen 3,0 21 3 36s0 72w1 45s0 70w1 31s1 32w0 29s0
52 Michele Nussbaumer 1700 3,0 20,5 3 23s0 73w1 19s0 42w0 63s1 53w0 68s1
52 Ben David Isele - 3,0 20,5 3 24w0 70s1 55w0 35s0 57w1 52s1 36s0
54 Michael Schulz 1240 SV Weingarten 3,0 19 3 33s0 50w0 72s1 43w1 45s0 48w0 64s1
55 Carl Stefan Kreutner 1458 SF Lichtenstein 2,5 25,5 2 19s0 39w½ 53s1 13w0 59s1 34w0 42s0
56 Helena Rascher 1697 SC Kempten 1878 2,5 24,5 2 2w0 71s1 20w0 47s0 61s1 42w½ 43s0
57 Peter Stöckle 1580 TSV Langenau 2,5 22 2 21s0 63w1 40s0 31w0 53s0 59w1 62w½
58 Didier Bouziri - ASV Martinszell Abteilung Schach 2,5 21,5 2 10s0 65w0 73s1 50w1 37s0 43w½ 38s0
59 Simon Koeb 1427 Schachclub Dornbirn 2,5 20,5 2 25w0 62s1 37w½ 29s0 55w0 57s0 70w1
60 Julius Erath 1373 Schachclub Wolfurt 2,5 20 2 27w0 38s0 31s0 72w½ 71s1 61w1 39s0
61 Marius Pierenkemper 1000 2,5 18 2 30w0 49s0 70w1 46s½ 56w0 60s0 69w1
62 Jakob Kaltenberger 1801 SC Weiße Dame Ulm 2,5 17 2 22s0 59w0 39s0 74w1 65s0 66w1 57s½
63 Casian Robert Asofronie - SC Pfullendorf 2,5 16,5 2 29w0 57s0 71w1 38s0 52w0 70s½ 74s1
64 Igor Helm 1586 SV Friedrichshafen 2,0 26 2 28w0 67s1 13w1 18s0 30w0 40s0 54w0
65 Moritz Isch 1560 Tribschen Luzern 2,0 24,5 2 3w0 58s1 30w0 48s0 62w1 31w0 50s0
66 Berat Kocagenis 1348 Höchst 2,0 20,5 2 34s0 43w1 36s0 41w0 50s0 62s0 72w1
67 Vincent Dziuba 800 SC Lindau (B) 2,0 18 2 40s0 64w0 42s0 73w1 43s0 71w1 49w0
68 Christian Scharinger - Wolfurt 2,0 15,5 2 37w0 47s0 74w1 49s0 69w0 72s1 52w0
69 Nemanja Prvulovic 1300 1,5 21,5 1 13w0 35s0 43s0 71w½ 68s1 39w0 61s0
70 Cristian Bursan 1534 SF Ertingen-Bad Buchau 1983 1,5 19,5 1 9s0 53w0 61s0 51s0 73w1 63w½ 59s0
71 Ayman Al Kadi 1436 SK Markdorf 1,5 16 1 26s0 56w0 63s0 69s½ 60w0 67s0 73w1
72 Martin Drexler 1511 SC Überlingen 1,0 18 - 12w0 51s0 54w0 60s½ 74s½ 68w0 66s0
73 Paschalis Skoutaridis 1424 SSV Stuttgart 1,0 16 1 11w0 52s0 58w0 67s0 70s0 74w1 71s0
74 Lukas Bursan 1395 Schachfreunde Ertingen-Bad Bucha 0,5 16,5 - 32s0 41w0 68s0 62s0 72w½ 73s0 63w0

Meine Partien

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B90[Binding,Frank]

Ein Bummel über die Insel

Nach der Siegerehrung blieb noch Zeit für das, wofür man an einem Septembersamstag an den Bodensee fährt. Von der Inselhalle sind es nur wenige Minuten bis zur Seepromenade, und der Weg dorthin führte an den letzten Ständen des Wochenmarkts vorbei, der den ganzen Vormittag über direkt vor der Halle stattgefunden hatte.

An der Hafeneinfahrt liegen die beiden Wahrzeichen der Stadt einander gegenüber: der sechs Meter hohe Bayerische Löwe und der Neue Leuchtturm. Dahinter reihen sich Segelboote, Ausflugsschiffe und Promenadencafés, und bei dem klaren Wetter reichte der Blick über den See bis zu den österreichischen Bergen. Genau hier wurde auch der Seniorenpreis zweckentfremdet: Die 25 Euro wanderten an einem Eisstand über die Theke.

Ein kompletter Rundgang über die Insel dauert kaum mehr als eine Stunde – vorbei am Mangturm, durch die Maximilianstraße mit ihren Bürgerhäusern, am Alten Rathaus und am Diebsturm entlang. Für mehr reichte die Zeit an diesem Tag nicht. Ein Grund, wiederzukommen, ist das allemal. Der Name „1. Lindauer Inselcup“ lässt ja hoffen, dass eine zweite Auflage folgt.

Mehr zum Turnier

Der Schachclub Lindau hat einen ausführlichen Turnierbericht mit allen Runden, Preisträgern und den Ergebnissen der Gastgeber veröffentlicht:
Bericht beim Schachclub Lindau | Ergebnisse bei Chess-Results

Frank Binding

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