† Kersten Schmidt und Klaus Heyne

† Kersten Schmidt und Klaus Heyne

Als letzten Gruß
Frank Hoppe
Als letzten Gruß

Anfang des Monats erreichte uns die traurige Nachricht, das Kersten Schmidt bereits am 9. März 2018 verstorben war. Er erholte sich nicht mehr von den Folgen eines Sturzes bei Glätte, bei dem er sich einen Oberschenkelhalsbruch zuzog und fast eineinhalb Stunden in eisiger Kälte auf erste Hilfe warten mußte.

Als ob dieser Schicksalsschlag noch nicht reichen würde, informierte uns die Tochter Kirsten von Klaus Heyne wenige Tage später über das Ableben ihres geliebten Vaters.

Während wir Kersten nicht mehr auf seinem letzten Weg zu Mutter Erde begleiten konnten - er war bereits beigesetzt -, stand der Bestattungstermin von Klaus noch bevor. Mit einem Blumenstrauß in der Hand machte ich mich am 28. Mai auf den Weg zum Friedhof Berlin-Wilhelmsruh in der Uhlandstraße. Klaus' Tochter Kirsten vermutete hinter mir einen ehemaligen Schüler oder jemandem von seinem Schachverein. Zwei ehemalige Schüler kamen aber kurze Zeit später. Sie gehörten der damaligen Klasse an, bei der Klaus Anfang der 1960er Jahre seine Schulpremiere hatte.

Bei der anschließenden Trauerfeier nahmen 27 Angehörige, Schüler und Freunde Abschied von Klaus. Dazu wurde das "Schlesierlied" von Heino (Klaus stammt aus Schlesien) und die Ballade "Als ich fortging" gespielt. Beim späteren Herabsenken der Urne auf dem Gräberfeld und dem Gedenken der Trauergäste spielte ein Trompeter.

Frank Hoppe

Kersten Schmidt

Kersten Schmidt beim Simultan (gegen Fernando Offermann) am 18. Dezember 2009 im
Frank Hoppe
Kersten Schmidt beim Simultan (gegen Fernando Offermann) am 18. Dezember 2009 im "en passant"

* 30.04.1956 Rathenow; † 09.03.2018 Berlin

Kersten trat im Herbst 2010 in unseren Verein ein. Er war recht schüchtern und traute sich niemanden anzusprechen. Was lag da näher, als das ich - als Türpförtner meistens Rätsel lösend - ihm anbot, mit ihm eine Partie zu spielen. Dieses Ereignis wurde dann eine Tradition. Und wenn nicht gerade Vereinsturniere liefen, dann saßen wir am Eingang und maßen unsere Kräfte. Vielleicht hatte dies auch den netten Nebeneffekt, daß er im Vereinsturnier zweimal als Sieger das Brett verlassen konnte. Danach freute er sich wie ein Schneekönig!

Lieber Kersten, nun fehlt ein treuer Besucher unserer Trainingsabende und ich hoffe, daß Du dort oben ebenfalls einen Spielpartner findet!

Dein Spielpartner Werner

Klaus Heyne

Klaus Heyne am 9. Juni 2017 bei der Vereinsmeisterschaft im
Frank Hoppe
Klaus Heyne am 9. Juni 2017 bei der Vereinsmeisterschaft im "en passant"

* 17.12.1930 Breslau; † 10.05.2018 Berlin

Im gleichen Jahr wie Kersten, aber einige Monate früher, wurde Klaus unser Mitglied. Zuvor gehörte er fast ununterbrochen jahrzehntelang Rotation Berlin an. Schach war seine Leidenschaft und als Mathematik- und Geschichte-Lehrer vermittelte er in einer Schul-AG seinen Schülern dieses schöne Spiel. Mit Andreas Reiche (55) und Uwe Sabrowski (56) gehören zwei seiner ehemaligen Schüler sogar zu unserem Verein!

Bevor er als Lehrer arbeitete - zuerst ungelernt in der Unterstufe, später in der Oberstufe - war Klaus im Bergbau in Dortmund tätig. Nach dem Umzug nach Ostberlin und einigen anderen Jobs begann mit der Schultätigkeit seine zweite berufliche Karriere.

Im Sommer 2017 ereilte ihn die schlimme Diagnose einer tückischen Krankheit. Sein Arzt gab ihm nur noch wenige Monate zum leben. Im April 2018 stellte er sich noch gutgelaunt bei seinem Arzt vor. Dabei hatte er bereits zwei Monate vorher den Tod seiner Frau zu beklagen. Am 10. Mai war dann auch für ihn die Zeit gekommen und die Welt mußte Abschied von ihm nehmen.

Frank Hoppe

 

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Kommentare

Kommentar von Gerd Wolff |

Es ist immer wieder traurig , solche Nachrichten zu hören oder zu lesen. Die Zeilen , der Verfasser , sind sehr gut gelungen - Danke.! Zudem habe ich viel über Klaus erfahren( z.B. Scotti ).Mögen beide bei Gott jetzt wohnen. Sie bleiben mir immer in Erinnerung.

Kommentar von Enne |

Klaus Heyne war auch mein Mathematiklehrer, da hatten die anderen Knirpse ( Uwe, Scotti und so weiter ) noch eine Ente auf den Latz. 1972 trat ich in die AG-Schulschach, die Klaus Heyne leitete, ein. 1973 wurde ich dann Schulmeister im Schach. Mein Dank an Klaus der mir das schöne Spiel nochmal nahe gebracht hat!

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