Neue Tischschilder für unsere Mannschaften
Das Bundesliga-Wochenende vom 23. bis 26. April 2026 im Berliner Willi-Brandt-Haus blieb mir und meiner Frau im Gedächtnis. Nicht weil so viele prominente Schachspieler und andere Persönlichkeiten vor Ort waren, sondern auch durch ein Gespräch mit Anke Behrend, das wir mit ihr führten. Behrend ist Schatzmeisterin der Schachfreunde Wilstermarsch in Schleswig-Holstein. Sie und ihr Mann Jörg (Vorsitzender des Vereins) stellten Bretter und andere Materialien für die Bundesliga zur Verfügung, darunter auch mit einem 3D-Drucker erstellte Brettnummern und Kästen für Kabel der DGT-Uhren.
Das Phänomen 3D-Drucker faszinierte mich schon immer, doch die Preise und Qualität der Drucker waren noch vor wenigen Jahren zu hoch, um auch nur ansatzweise an einen Kauf zu denken. Doch meine Frau ist da anders. Sie sah das Leuchten in meinen Augen nach dem Gespräch mit Anke und ratzfatz wurde noch am Abend ein Drucker bestellt. Und nicht erst ein Einsteigermodell ab 128 Euro, sondern mit dem "Bambu Lab P2S" gleich ein etwas höherwertiger. Und da Anke davon erzählte, das 3D-Druck etwas Zeit in Anspruch nimmt und man eigentlich mehr Drucker bräuchte, war der zweite Bambu Lab kurz danach auch schon bestellt. Seitdem laufen die beiden Drucker nahezu rund um die Uhr und dabei sind jetzt auch ein paar Schilder für die BMM entstanden.
Quelle der Tischschilder ist die 3D-Modellseite Makerworld. Modell herunterladen oder gleich online in "Bambu Studio" öffnen, Text und andere Sachen ändern und losdrucken. Vier Stützen für die Schilder benötigen 4½ Stunden Druckzeit, vier Schilder dafür ungefähr 1½ Stunden. Gedruckt wird auf einer abnehmbaren, metallischen Platte, die fettfrei gehalten werden muß, damit die zu druckenden Modelle nicht umfallen. Man kann auch mit Klebelösung auf der Platte nachhelfen, damit Modelle nicht kippen. Zudem fügt der sogenannte Slicer zum Modell Stützen hinzu. Manchmal nur an der Platte direkt, um das Fundament breiter zu machen. Aber manchmal auch sehr viele Stützen, die mit in die Höhe gedruckt werden müssen, weil ein Drucker ja nicht in der Luft drucken kann (Schwerkraft!). Die Stützen lassen sich später mehr oder weniger gut entfernen. Sie haben deshalb einen halben Millimeter Abstand zum Modell.
Die Modelle sollten auf der Druckplatte so platziert werden, das möglichst wenig Stützen benötigt werden. Aus diesem Grund stehen die vier Stützen (gemeint ist jetzt das Modell) auf dem Bildschirmfoto aufrecht. Würden sie liegen, müßte der Slicer sehr viel Stützmaterial hinzufügen. Die Folge wäre viel Müll und viel Arbeit beim Entfernen.
Bei den Schildern rechts entsteht Müll, obwohl das Modell keiner Stützen bedarf. Rechts oben ist der sogenannte Reinigungsturm zu sehen. Er wird vom Druckkopf angelegt um beim Farbwechsel die Düse zu reinigen. Niemand möchte unbedingt Schlieren und Farbübergänge im Modell haben.
Der Farbwechsel benötigt immer Zeit. Der Drucker muß das grüne Filament entladen und auf die Filamentrolle zurückschieben. Die Druckdüse wird gereinigt und danach das schwarze Filament eingezogen und damit weitergedruckt.
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Frank Binding
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Frank Binding
Die Kisten wurden auch in der richtigen Größe gedruckt -
Frank Binding
Die Schilder kann man auswechseln -
Frank Binding
Das neue Berolina-Logo. Der Schriftzug ist natürlich nicht zu erkennen in dieser Größe. -
Frank Binding
Bei den Schiedsrichtern habe ich für den Text immer Grün genommen. -
Frank Binding
Die Beschriftung ist in den Deckel "graviert". -
Frank Binding
Buntes Filament für zwei der Deckel war vielleicht nicht die beste Wahl. -
Frank Binding
Weil die Deckel nur aufgelegt sind haben wir noch Gummis darum gemacht.
Und was ist mit den alten Tischschildern?
Ja natürlich gibt es die noch und sie werden wahrscheinlich auch noch weiter in Benutzung sein. Werner Windmüller erzählte mir einmal, Raul Dybek (1963-2025) hätte die Holzschilder in 1970er Jahren selbst angefertigt oder anfertigen lassen. Aber nur für die Mannschaften 1 bis 3, denn mehr als drei Mannschaften hatte Berolina auch nicht. Auch der Zeitpunkt (1970er Jahre) wirft Fragen auf. Berolina hatte erst ab 1981/82 wieder drei Mannschaften im Spielbetrieb.
Übrigens sind vor den neuen Tischschildern auch ein paar Zahlenwürfel von 1 bis 20 entstanden. Die sind inziwschen auch in unserem Materialschrank im "en passant" zu finden.
Frank Binding














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